Spiel 1: Mannheim Tornados – Heidenheim Heideköpfe 4:1 (Stand in der Serie 1:0)
Es war wie erwartet das größte Baseballfest, das Heidenheim in seiner Vereinsgeschichte erlebt hat. Vor einer Rekordkulisse von über 1.000 Zuschauern wurde das erste Finale um die Deutsche Meisterschaft ausgetragen und es war ein hochklassiges und spannendes Spiel – leider mit dem besseren Ausgang für Mannheim. Dass Mannheim gewinnen konnte (4:1) lag an einer kurzen Unkonzentriertheit der Heidenheimer Defensive im 4. Inning, die Mannheim zur 2:1 Führung ausnutzte. Im Anschlussinning wurden die etwas konsterniert wirkenden Heideköpfe klassisch ausgekontert und so war Ende des fünften Innings auch der Endstand schon auf der Anzeigetafel zu lesen.
Es war das erwartete Pitcherduell der beiden Freunde Martin Dewald für Mannheim gegen Markus Winkler für Heidenheim, das letztlich an den von 2002-2006 für Heidenheim spielenden Martin Dewald ging. Dass es gegen den am US-College ins Allstar Team gewählten Ausnahmepitcher schwer werden würde, war klar – immerhin hat er alle seine Spiele in den Playoffs gewonnen. Und so kam auch der Heidenheimer Angriff nie zu seiner gewohnten Stärke. Selten erreichte ein Heidenheimer Angreifer die erste Base. Dabei begann das Spiel erwartungsvoll: nach Hit von Ryan Lilly und Double von Robert Gruber gingen die Gastgeber mit 1:0 im zweiten Spielabschnitt in Führung. Der Ballpark kochte, aber niemand konnte ahnen, dass dies das einzig zählbare für Heidenheim war.
Auf der Gegenseite kamen die Tornados im Spielverlauf immer besser mit Markus Winkler auf dem Mound zurecht. Immer wieder gelangen Hits, die aber durch die sichere Heidenheimer Abwehr nicht gefährlich wurden. Bis zu den Innings 4 und 5. Ein paar unter starkem Angriffsdruck der Gäste entstandene kleine Fehler der Heidenheimer Defensive wurden durch die offensivstarken Tornados gnadenlos ausgenutzt, und vier Runs waren die Folge.
Heidenheim gab sich aber nicht auf, konnte sich in der Abwehr wieder organisieren und spielte stark. Ein Beispiel war ein Aus an der Homeplate, dem ein grandioser Spielzug über Stokes, Lilly und Rätz vorausging.
Leider konnte der Angriff nicht überzeugen, gegen den unglaublich stark pitchenden Dewald fanden die Heidenheimer einfach kein Mittel. Aber auch die Tornados taten sich im weiteren Spielverlauf schwer.
Im neunten Inning wurde es nochmals laut im Ballpark, als Heidenheim bei null Aus die Bases 1 und 2 besetzen konnte, letztendlich aber durch ein Double-Play und ein Strike-Out auf den Boden der Realität zurückgeholt wurden.
Es war ein Spiel zweier gleich starker Teams, das durch die bessere Chancenausnutzung von Mannheim verdient gewonnen wurde. Aber als Heidenheimer Fan muss man keineswegs von der Leistung des Teams enttäuscht sei. Und beim morgigen Spiel 2 mit Ex-Major Leaguer Dusty Bergman auf der Pitcherposition für Heidenheim kann die Welt schon ganz anders aussehen. Noch hat Heidenheim vier Begegnungen, um den Titel an die Brenz zu holen..
Quelle: heidekoepfe.de






