Berlin Sluggers mit bestem Saisonstart seit Jahren

Berlin SluggersEs steht der beste Saisonstart (3-1) der Berlin Sluggers seit Jahren zu Buche. Und trotzdem wollte beim Team von Trainer Benjamin Kleiner nach dem Split (4:2, 1:3) gegen die Braunschweig 89ers keine rechte Freude aufkommen. Denn es war mehr drin…

Spiel 1:
Sluggers-Starter Christian Pfeiffer (2-0) hört exakt da auf, wo er vor einer Woche gegen Paderborn begonnen hatte: Schnelles, konzentriertes Arbeiten auf dem Hügel. Insgesamt benötigt er nur 66 Würfe, um sich das erste complete game als Sluggers-Pitcher zu sichern. In dem sehr schnellen Spiel (1 Stunde 28 Min.) verteilt er nur vier Hits über die sieben Innings, drei davon im zweiten Durchgang – was auch prompt mit einem 2RBI-Single von Braunschweigs 1st-Baseman Ingo Bergmann bestraft wird.
Doch die Sluggers gleichen im 3. Inning durch Kleiner und Cooray aus. Kleiner ist es auch, der ein Inning später Nils Brochwitz zur 3:2-Führung nach Hause schlägt. Im 5. Inning sorgt Nat Pedleys Run zum 4:2 für ein kleines Polster. Denn das reicht Pfeiffer, da seine Würfe von den Gästen nur selten aus dem Infield herausgeschlagen werden.
Zwar nahmen die Gastgeber dem Braunschweiger Starter Sebastian Kaluza über die sieben Innings insgesamt neun Hits ab – dies als Offensiv-Feuerwerk zu bezeichnen, wäre aber sicher übertrieben. Auffällig: Fünf der neun Hits erzielen die ersten drei der Berliner batting order. Schlagmann Nummer 4, US-Shortstop Nat Pedley, bekommt keine brauchbaren Pitches, spaziert drei Mal zum ersten Kissen.

Game 1 Highlights auf Video

Spiel 2:
Wie in der Woche zuvor startet Jakob Buttgereit (0-0) das zweite Spiel. Und wie in der Woche zuvor, wird seine gute Leistung nicht mit einem „W“ belohnt. Vier Innings wirft Buttgereit ein perfekt game, der Walk für Sönke Vahle zum Start des 5. Innings beendet die Misere für die Braunschweiger. Es folgt ein hit by pitch für Bergmann, Tim Strübings Single-RBI bedeutet das 1:1. Die 89ers können in der Folge die Bases laden, doch mit einem Strikeout gegen Leadoff Robert Dröge rettet sich Buttgereit aus dem Inning. Damit ist sein Arbeitstag gelaufen.
Anders als am 1. Spieltag übernimmt Roland Stiller (0-1) und nicht Oliver Knaack (1-0) im 6. Inning den Hügel. Stiller macht es spannend: Walk, Aus, Walk, Aus und Strübing am Schlag. Dessen Grounder bekommt 2nd-Baseman Ramon Veisz nicht unter Kontrolle, beide Runner scoren zur 3:1-Führung. Die lässt sich Braunschweigs Starter Philipp Schubert (1-0) nicht mehr nehmen. Am Ende steht ein complete game mit 5 Hits, 9 Strikeouts und zwei Walks in der Statistik.
„Wir haben das Spiel am Schlag und nicht im Feld verloren“, sagt Kleiner nach dem Spiel. „Das wird uns beim Lokal-Derby gegen die Challengers nicht wieder passieren.“ Am 9. Mai (13 Uhr) ist die Truppe um Urgestein Wilgen Reyes (42) am Kölner Damm zu Gast.