Am vergangenen Samstag konnten die HSV Stealers endlich ihre “Split-Serie” beenden und zwei Siege gegen die Cologne Cardinals einfahren. Durch gute Offensivleistungen in Spiel 1 (10:7) und einen starken Corey Parsons in Spiel 2 (5:3), sicherten sich die Hamburger Baseballer den ersten Doppelerfolg der Saison und den 4. Platz der Bundesliga Nord zum Abschluss der Hinrunde.
Spiel 1: Starke Offensive gleicht Mängel der Verteidigung aus
Gleich im ersten Inning brachten Singles von Brehan Murphy, Patrick Maat und Philipp von Soosten den Stealers eine 1:0 Führung gegen Kölns Starting Pitcher Pascal Raab. Im dritten Inning konterten die Gäste, unterstützt durch einen Error, mit zwei Runs gegen Daniel Harms. Von Soosten egalisierte diese Führung allerdings im direkten Nachschlag per Solo-Homerun. Über die nächsten zwei Spielabschnitte konnten sich beide Pitcher schadlos halten, bevor die Cardinals im 6. Inning gegen den inzwischen eingewechselten Eric Harms vier Punkte erzielten. Von dem deutlichen Rückstand allem Anschein nach wachgerüttelt, antwortete die Offensivabteilung der Stealers allerdings prompt. Insgesamt zwölf Schlagleute traten in der unteren Hälfte des 6. Innings an die Homeplate, sechs von ihnen umrundeten die Bases sicher und brachten Runs zur 8:6 Führung für das Heimteam nach Hause. Zwar schlossen die Kölner im 7. Spielabschnitt mit einem Run durch Marcel Raab noch einmal auf, doch konnte Eric Harms in den letzten beiden Innings weitere Punkte verhindern, während die Hamburger noch zwei Runs zum 10:7 Endstand nachlegten. Einer unsicheren Feldverteidigung (4 Errors) stand in diesem Spiel eine schlagstarke Offensive gegenüber, vor allem die Hitter zwei, drei und vier der Stealers-Lineup konnten dabei überzeugen. Thomas Riedner, Patrick Maat und Philipp von Soosten verbuchten jeweils 3 Hits und 2 RBI.
Spiel 2: Parsons gewinnt kanadisches Duell
Im Aufeinandertreffen der kanadischen Starting Pitcher waren es wieder die Stealers, die den ersten Run des Tages auf die Anzeigetafel bringen konnten. Hamburgs 2nd Baseman Gordon Shaw erreichte im 2. Inning per Walk gegen Kevin Brunet die erste Base, rückte durch ein Single von Marcel de Vos vor, stahl die dritte Base und kehrte schlussendlich auf einen Wurffehler des Kölner Catchers zur Homeplate zurück. Ein Inning später legten die Stealers noch einmal einen Gang zu. Michael Kujoth wurde nach Hity-by-Pitch und zwei Stolen Bases von Thomas Riedner per Double nach Hause geholt, Patrick Maat folgte mit einem weiteren Basehit (der fünfte von insgesamt sechs and diesem Tag für ihn), bevor Philipp von Soosten durch ein Fielders Choice Riedner scoren ließ und anschließend selbst durch ein weites Double von Jerome Rousseau zur 4:0 Führung nach Hause gebracht wurde. Auf der Gegenseite sorgte Corey Parsons dafür, dass der Vorsprung Bestand haben sollte. Über die ersten sechs Innings erreichten lediglich fünf Kölner die erste Base, keiner von ihnen kam allerdings über die zweite hinaus. Erst in den letzten drei Spielabschnitten konnten die Cardinals Zählbares zu Stande bringen. Marcel Raab scorte im 7. Inning den ersten Kölner Run auf einen weiteren Error, ein Inning später schlug er per Single den 2:4 Anschluss herein. Im Nachschlag stellte der frisch eingewechselte Sergej Yatsenka mit einem 2-Out RBI-Single die drei Punkte Führung der Gastgeber wieder her, bevor Thomas Riedner für die Stealers das Spiel auf dem Wurfhügel, trotz eines weiteren Runs durch Joseph Slater, erfolgreich beendete.
Zeitgleich unterlag der direkte Konkurrent um den 4. Tabellenplatz aus Dohren zwei Mal den Dortmund Wanderers, die Solingen Alligators sicherten ihre Tabellenführung mit zwei Siegen gegen die Bonn Capitals und die Paderborn Untouchables verloren beide Partien gegen die Pulheim Gophers. Damit belegen die Stealers mit zwei Siegen Vorsprung den 4. Platz, mit nur zwei und drei Siegen Rückstand auf den dritten und zweiten Tabellenplatz.
“Na endlich” zeigte sich Trainer Jens Hawlitzky sichtlich erleichtert nach dem ersten Doppelerfolg der Saison und einem ausgeglichenen Sieg-Niederlagen Konto zum Abschluss der Hinrunde. “Ich glaube so langsam findet sich das Team. Heute haben wir zwar einige Schwächen in der Defensive offenbart, aber gleichzeitig auch das erste Mal zweistellig gepunktet und konsequent unsere Chancen in der Offensive genutzt.” Die Hinrunde bewertete der Coach insgesamt positiv: “Ja, wir haben einige unnötige Spiele auf dem Weg liegen gelassen, auf der anderen Seite aber auch mehrere Siege geholt, mit denen die Meisten nicht gerechnet haben. 7 und 7 zeigt damit ziemlich genau, wie wir bisher gespielt haben.” Gleichzeitig warnte er aber davor, sich damit zufrieden zu geben: “Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen, hinter uns zu schauen und zu sagen ‘Hey, wir liegen zwei Spiele vor dem 5. Platz. Das reicht’, sondern müssen stattdessen den Blick nach oben richten und sagen ‘Zwei Siege mehr und wir sind Dritter, drei mehr und wir sind Zweiter’. Die Liga ist viel näher zusammengerückt, die Teams sind ausgeglichener als in den letzten Jahren. Da schlägt der Aufsteiger den Titelfavoriten, Pulheim gewinnt zwei Spiele gegen Paderborn. Dieses Jahr wird sich niemand in die Playoffs mogeln können.”
Dementsprechend werden sich die Stealers am kommenden spielfreien Wochenende nicht ausruhen, sondern sich auf dem Pfingstturnier in Regensburg auf den Start der Rückrunde vorbereiten. Neben dem letztjährigen Playoff-Gegner warten dort mit dem deutschen Meister aus Heidenheim und den Paderborn Untouchables drei der besten Teams Deutschlands auf die HSV Baseballer. Am 29.05. läuten die Stealers die Rückrunde mit zwei Heimspielen gegen die Dortmund Wanderers ein.






