Auswärtsserie der Solingen Alligators beginnt in Köln
Nach der wetterbedingten Zwangspause des vergangenen Wochenendes starten die Solingen Alligators am Sonntag eine gut einmonatige Auswärtsserie, lediglich unterbrochen durch die „Heimspiele“ während des Europapokals, gegen die Cologne Cardinals. Das Schlußlicht der Bundesliga-Nord hat bislang erst drei Siege bei zwölf Niederlagen zu verbuchen und die Solingen Alligators beabsichtigen nicht diese Bilanz zu Gunsten der Domstädter aufbessern.
Alles andere als zwei Pflichtsiege zu erwarten, wäre unangemessenes Understatement. Zu schwach präsentieren sich die Cardinals in dieser Saison, auch wenn mit Joseph Slater der Führende der Batting-Average- und Stolen-Base-Statistik in deren Reihen schlägt. Einer alleine kann es halt nicht richten! Ein Blick auf die Statistiken zeigt, dass die Cardinals die anfälligste Defensive der Liga hinter den HSV-Stealers stellen, und auch wenn mit Pascal Raab einer der talentiertesten Nachwuchs-Pitcher Deutschlands auf dem Mound steht, muss er doch diese Saison reichlich Lehrgeld zahlen. Die fehlende Unterstützung durch die Offensive tut ihr Übriges.
Die beste Defensive der Liga kommt aus Solingen und hat, im Gegensatz zu den Freunden aus Köln, sogar noch weitere Unterstützung in der Offensive bekommen. Die verschobene Premiere von Neuzugang Paul Rutgers findet dann eben in Köln statt. Die ersten Trainingseinheiten am Weyersberg sind absolviert und Coach Fleichacker zeigte sich sehr zufrieden mit den ersten Eindrücken, die er sich von dem 26-jährigen Australier machen konnte. „Ich gehe davon aus,
dass er am Schlag ein vollwertiger Ersatz für Ernie Nsien sein kann. Und ich bin überrascht, wie flink Paul trotz seiner beachtlichen körperlichen Erscheinung ist. Defensiv hat er mich im Training sowohl im Infield wie im Outfield überzeugt. Sein Erstauftritt in Köln wird all diese Eindrücke hoffentlich beweisen,“ kommentiert Fleischacker die erste Arbeitswoche mit Rutgers.
Gespannt sein dürfen die Solinger Fans, die sicher am Sonntag wieder reichlich ihre Reiselust unter Beweis stellen werden, wer für Rutgers in den „sauren Apfel“ beissen muss und zunächst aus der Starting Lineup verschwindet. Wer die „Methode Fleischacker“ kennt, weiß auch, dass Spekulationen darüber völlig sinnlos sind, manchmal ein Abschlußtraining über Nominierung und Nichtnominierung entscheidet, manchmal sogar erst der Anreisetag. In Anbetracht des vermutlichen Spielverlaufs bleibt so aus Sicht der Solinger Fans zumindest ein Spannungsmoment erhalten.







