Es war nicht der Tag der Buchbinder Legionäre. Erst erzwang ein Wolkenbruch eine 100-minütige Spielunterbrechung, anschließend machten die HSV Stealers vor anfangs 362 Zuschauern den Hausherren das Leben gehörig schwer. Dreimal konnten die Regensburger Baseballer eine hanseatische Führung egalisieren und sich ins Extr Inning retten. Doch diesmal konnten die Hamburger die 5:4 behaupten und in der Best-of-Five-Serie auf 2:1 verkürzen. Am Samstag um 14 Uhr findet nun Spiel vier in der Armin-Wolf-Arena statt.
Patrick Maat, der australische Catcher der HSV Stealers, hatte mit einem Solo-Homerun die 1:0-Führung im ersten Durchgang erzielt. Das war aber nicht der Grund, dass nur einige Pitches später Boris Bokaj den Wurfhügel verließ. Der tschechische Nationalspieler wurde wegen einer Rippenverletzung vorsorglich aus der Partie genommen. Für ihn kam Philipp Hoffschild, der gleich gut ins Spiel startete. In der ersten Offense gelang den Regensburgern gleich der Ausgleich. Nach einem Double war Petr Cech auf Base gekommen und schaffte es nach Hit von Ludwig Glaser zum Ausgleich über die Homeplate.
Imdritten Durchgang öffnete der Himmel seine Schleusen und zwang beide Teams zu 100 Minuten Zwangspause, bis es weitergehen konnte. Hoffschild benötigte eine kurze Phase, um wieder in den Rhythmus zu kommen, schaffte aber bei Bases loaded und nur einem Aus, sich mit zwei Strike outs aus der Umklammerung zu befreien. Aber auch die Regensburger Schlagformation hatte so seine Probleme mit Hamburgs Pitcher Daniel Harms.
Im fünften inning konnten die Hanseaten erneut in Führung gehen. Mit Thomas Riedner und Marcel de Vos auf Base gelang Jerome Rousseau mit einem 2-RBI-Double das 3:1. Der Ausgleich ließ drei Innings auf sich Warten. Richard Klijn verkürzte nach Hit von Matt Vance auf 2:3 und Vance gelang anschließend nach einem Triple von Petr Cech der erneute Ausgleich.
Die Hamburger blieben aber am Drücker.
Im neunten Inning war es dann Michael Kujoth, der nach einem Schlag von Thomas Riedner das 4:3 markierte. Die Regensburger mussten nun gegen Pitcher Stefan Kruse punkten, der im achten Inning für Daniel Harms gekommen war. Mit starkem Small Ball füllten sich bei keinem Aus die Bases. Ein weiter Schlag von Ludwig Glaser wurde zwar vom Hamburger Centerfielder gefangen, aber Richard Klijn konnte – die Uhr zeigte mittlerweile fünf vor zwölf an – zum 4:4 ausgleichen. Das Risiko, auch Matt Vance von der zweiten Base zur Homeplate zu schicken, wurde nicht belohnt, der Us-Boy ging bei der Kollision an der Homeplate als Verlierer hervor. Nach einem Flyout von Klaus Hopfensperger ging es in die Extra-Innings.
Und da hatten die Stealers erneut die Nase vorn. Der eingewechselte Werfer Rene Herlitzius erzielte schnell zwei Aus, aber haderte dann mit der Strike Zone des Plate Umpires Tscharf und musste bei Bases loaded nach Walk für Patrick Maat das 5:4 von Sergej Yatsenka hinnehmen. Obwohl Rodney Gessmann bei der nachfolgenden Offense sofort mit einen Walk auf Base kam und nach einem Bunt von Chris Howard bis an die dritte Base vorrücken konnte, gelang diesmal der Ausgleich nicht mehr.
Quelle: Website Legionäre







