Heidenheim Heideköpfe am Samstag bei den Solingen Alligators

Nach dem Doppelsieg über die Solingen Alligators bei den Hinspielen in Heidenheim vergangenen Samstag (14:4 und 8:5), wollen die hsb-Baseballer Heidenheim Heideköpfe nunmehr auf fremden Boden den fehlenden Sieg zum erneuten Einzug ins DM-Finale holen. Die Mannschaft, die zuerst drei Siege aufweist ist weiter, sollte den Heideköpfen also in Spiel 3 kein Sieg gelingen, wäre Spiel 4 direkt im Anschluss (mit erlaubtem ausländischen Pitching) die nächste Gelegenheit. Ein eventuelles Spiel 5 ist für Sonntag, 12.09.2010, 12.00 Uhr ebenfalls in Solingen angesetzt.

Die Spiele zur Deutschen Baseball-Meisterschaft fänden bei Heidenheimer Beteiligung als Einzelspiele am 18.+19. September auswärts, zuhause am 2.+3. Oktober und ggfs. wieder auswärts am 9. Oktober 2010 statt, da die Heideköpfe am 25./26. September im Final Four des CEB-Europapokals in Barcelona antreten

Nach der hochdramatischen Halbfinalserie 2010, in der sich die Heideköpfe erst im fünften Spiel gegen Solingen durchsetzen konnten, sind die Heideköpfe noch lange nicht „durch“, auch wenn es sich mit einer 2:0-Führung im Rücken auch in der Fremde einigermassen befreit aufspielen lässt. Heideköpfe-Headcoach Mike Hartley erteilt von vorne herein allen möglichen taktischen Geplänkeln eine klare Absage und setzt voll auf einen Sieg in Spiel 3. Somit dürfte dieses Spiel wieder auf ein Duell der Deutschen Nationalpitcher hinauslaufen; vor Wochenfrist behielt hierbei Markus Winkler für Heidenheim – nach etwas wackeligem Start – letztlich sicher die Oberhand über André Hughes für Solingen. Überhaupt konnten die Heidenheimer dem Solinger Linkshänder die erste Saisonniederlage beifügen, dieser „brennt“ daher förmlich auf Revanche.

Sollte es zu einem Spiel 4 kommen, dürfte das Pitcherduell erneut Dusty Bergman für Heidenheim gegen Josh Rickards für Solingen heissen, das vor Wochenfrist auch zugunsten der Heidenheimer ausging. Die Pitcher für ein eventuelles Spiel 5 sind schwer vorherzusagen, dieses Spiel hätte dann ohnehin eigene Gesetze…

Die Offensivreihe des Titelverteidigers aus Heidenheim wird angeführt von den zuletzt überragenden Deutschen Nationalspielern Simon Gühring und Robert Gruber, sowie den ehemaligen Solinger Akteuren in Reihen der Heideköpfe: Chris Beck und Matt Pali. Grosses Plus für die Heideköpfe bei den Auftaktsiegen gegen die Alligators war die ungeheure Ausgeglichenheit der Lineup und die weit bessere Feldverteidigung (insbesondere im Outfield) – gelingt es diese Stärken erneut in die Waagschale zu werfen, dürfte es für Solingen sehr schwer werden die Heideköpfe drei Mal in Folge zu besiegen.

Nach wie vor verzichten müssen die Heidenheimer auf den beruflich verhinderten Peter Dankerl und jetzt wohl auch auf Mic Weigl, der sich am Samstag beim Überlaufen der ersten Base eine Adduktorenverletzung zugezogen hat.

Herausragende Akteure der Solinger Offensivreihe waren zuletzt US-Boy Evan Porter, Dominik Wulf (3B), Nils Hartkopf (RHP/ 2B) und Moritz Buttgereit (OF). Aber auch der zuletzt etwas glücklos agierende Australier Paul Rutgers (DH/2B/OF) ist zu beachten.
Im anderen Halbfinalspiel reisen die Paderborn Untouchables zum favorisierten Südmeister Regensburg Legionäre (hier steht die Serie 1-1 unentschieden).