Janek Lorenzen verstärkt die Berlin Sluggers
Berlin (ok.) Er trägt eine historische Nummer auf seinem Rücken. Doch die 42 steht nicht nur für Jackie Robinson, dem ersten schwarzen Spieler in der Major League Baseball. Sie ist auch die Antwort auf alle Fragen in dem Science-Fiction-Klassiker „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams. Ob Neu-Slugger Janek Lorenzen (28) alle Antworten für die Sluggers findet, wird sich zeigen.
Die Frage, für wen er in Berlin spielen würde, stellte sich für den Hamburger nicht wirklich: „Zu den Sluggers gab es für mich nie eine Alternative. Und das hat nichts damit zu tun, dass sie in die Bundesliga aufgestiegen sind.“
Da hat Lorenzen, der vorzugsweise an den heißen Ecken 1. und 3. Base spielt, auch schon ein paar Jahre verbracht. Von 2001 bis 2007 gehörte zum Bundesliga-Team der HSV Stealers. Und brachte auch einige gute Jahre in die Statistik-Bücher. 2003 und 2005 schlug er für knapp .300 in Liga 1, insgesamt steht ein BA von .227 für ihn zu Gute. In den 90er Jahren kam er zum Baseball, war begeisterter Batboy für die Stealers-Legenden Tony Florez, Ole Drews und Volker Kuhlmann. „Von Tony habe ich mir damals schon sehr viel abgeschaut und gelernt“, erzählt Lorenzen.
Jetzt mit 28 Jahren hat Lorenzen, der wie Valentin Hufen zum deutschen Junioren-Nationalkader 2001 zählte, die besten Jahre noch vor sich. „Ich will ein Gegner sein, meine Bundesliga-Tauglichkeit beweisen“, lautet sein Ziel. „Und den Spaß dabei nicht verlieren.“ Den dürfte er in Berlin haben, da er mit Christian Pfeiffer (kam 2010 von den Stealers) und Sluggers-Urgstein Kevin „Apu“ Cooray schon zwei Spieler vorher gut kannte. Lorenzen: „Ich wollte schon immer mal in Berlin spielen, Auch wegen Apu.“
Jetzt hat ihn sein Studium (Stadt- und Regionalplaner) in die Hauptstadt verschlagen – über den kleinen, aber lohnenswerten Umweg Belgien: Denn dort lernte er seine Freundin Lien kennen. Auch in Belgien blieb Lorenzen am Ball, spielte von 2007 bis 2010 für das Erstliga-Team der Gent Knights.
Mit der Verpflichtung von Lorenzen hat der Kader der Sluggers deutlich mehr Tiefe. Die ist auch nötig, um die Umstellung von zwei 7-Inning-Spielen in Liga 2 zu jetzt 2x 9 Innings zu kompensieren.







