Friday, May. 18, 2012

Solingen Alligators – HSV Stealers

Von:

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4. April 2011

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Solingen Alligators – HSV Stealers

Noch viel Arbeit für Coach Daniels

Solingen Alligators
HSV Stealers
8:9 und 9:8

von Antje Götze-Römer

Mit einem Split trennten sich am Sonntag die Solingen Alligators und die HSV Stealers in der 1. Baseball-Bundesliga. 9:8 und 8:9 lauteten die Ergebnisse. Besondere Highlights vermochte dabei keines der beiden Teams zu setzen.

Spiel 1: Individuelle Fehler kosten den Sieg

Zuerst jubelten die Alligators, aber die Stealers schlugen im ersten Spiel zurück (Foto: Eisenhuth, G.)

Im ersten Spiel standen sich auf dem Mound René Herlitzius und Sebastian Bernards gegenüber. Während Bernards für die Alligators eines Traumstart erwischte und Dank eines Doubleplays über Florian Götze an zweiter Base und Phil Ortez als Shortstop das Inning sehr schnell beenden konnte, durfte sich Herlitzius von der offensiven Schlagkraft der Solinger überzeugen. Leadoff-Hitter Florian Götze legte einen Double vor. Nachdem sich Patrick Kanthak ein Base- on-Balls abgeholt hatte, gelang Ortez ebenfalls ein weiter Schlag, der ihn bis auf zweite Base brachte und auf den Götze und Kanthak scoren konnten. Es folgte ein weiterer Base-on-Balls an Dustin Hughes. Moritz Buttgereit schlug einen RBI-Single und holte Ortez nach Hause. Robin Drache gelang ein Single. Ein Error von Shortstop Sam Boone auf der Schlag von Julian Steinberg brachte Buttgereit über Homeplate zum 0:5-Zwischenstand. Jetzt erst schien Herlitzius Kontrolle über seine Würfe zu bekommen. Zwei Strikeouts in Folge sowie ein Caught Stealing beendeten den Blitzstart der Solinger.

Im zweiten Inning gelangen den Stealers durch Jakub Vojak und Marcel de Vos zwei Hits, Walks luden zwei Mal die Bases, die zu diesem Zeitpunkt jedoch noch bombensichere Defensive der Alligators verhinderte jedoch die Umsetzung in Zählbares. Auf Seiten der Alligators war es erneut Florian Götze, dem gegen den Routinier auf dem Mound nun sogar ein Triple gelang, und es war wieder Ortez, der einen RBI-Single bei einem Aus schlug. Ein Flyout und ein Strikeout beendeten das Inning beim Zwischenstand von 0:6.

Solingens Neuer Trainer David Daniel musste im ersten Spiel eine knappe Niederlage hinnehmen (Foto: Rudolf, B.)

Das dritte Inning leitete die Wende für den HSV ein und offenbarte eklatante Schwächen in der Defensivaufstellung der Alligators, speziell an der Position des Shortstops, dem nicht nur entscheidende Fehler unterliefen, sondern auch technische Mängel offenbarte.

Max Warren startete mit einem Single, Thomas Riedner war safe aufgrund eines Errors des Shortstops, auf den Warren bis auf dritte Base aufrücken konnte. Sam Boone war safe durch Fielders Choice, Dustin Hughes an dritter Base entschied sich für das Aus an Riedner, das Götze vollendete. Noch konnte Warren an dritter Base gehalten werden. Dem an diesem Tag mit Abstand besten Schlagmann der Stealers, Jakub Vojak, gelang der RBI-Double. Zwei weitere Fehler des Shortstops führten zum zweiten und dritten Run für die Hamburger, der RBI-Single von Jerome Rosseau stellte den vorläufigen Zwischenstand von 4:6 her.

Herlitzius kam immer besser in Fahrt und ließ zunächst keine weiteren Runs für die Alligators zu. Ganz im Gegensatz zu der Pitcherriege der Alligators.

Hamburgs Pitcher fanden schwer ins Spiel und schnell lagen die Stealers zurück (Foto: Eisenhuth, G.)

Sebastian Bernards verließ nach dem vierten Inning den Mound und machte für Thomas Rubis Platz, der jedoch einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte und folgerichtig nach dem fünften Batter ausgewechselt wurde. Bis dahin hatten Rosseau und Michael Kujoth bereits den Ausgleich erzielt. Bei geladenen Bases und keinem Aus übernahm Jens Cornelsen auf dem Mound, machte seine Sache ordentlich, konnte jedoch auch nicht verhindern, dass die Runner, die er übernommen hatte, noch scoren konnten. Nach dem fünften Inning führte der HSV also mit 9:6. Im weiteren Verlauf des Spiels zeigten sich Cornelsen und die Feldverteidigung nervenstark und ließen keine weiteren Punkte mehr für den Gegner zu.

Offensiv zeigten die Solinger Moral. Trotz des mehr als unglücklichen Rückstandes konnte man erkennen, dass das Team das Spiel noch einmal drehen wollte. Die erste Chance dazu bekam es im siebten Inning als sich Herlitzius bei nur einem Aus und nach zwei Hits sowie Base-on-Balls mit geladenen Bases konfrontiert sah. Dustin Hughes konnte auf einen Fielders Choice an Julian Steinberg punkten, Drache wurde an zweiter Base ausgemacht, das dritte Aus folgte kurz darauf. Im achten Inning, nun mit Warren für den HSV auf dem Mound, konnte Patrick Kanthak für die Alligators, begünstigt durch einen Outfield-Error, auf 9:8 verkürzen. Der Ausgleich gelang jedoch nicht mehr, auch nicht im neunten Durchgang, obwohl die Chancen dazu wieder da waren.

Spiel 1                 R
HSV  0 0 4 0 5 0 0 0 0  9
SOL  5 1 0 0 0 0 1 1 0  8
WIN: R. Herlitzius (1-0) LOSS: T. Rubis (0-1)
SAVE: M. Warren (1)

Spiel 2: Solingen verhindert Fehlstart in letzter Minute
Gespannt war man am Weyersberg auf den neuen amerikanischen Pitcher Jerome Burton im zweiten Spiel, der überraschend nicht auf einen Landsmann, sondern auf Daniel Harms traf. Burton zeigte sich bestens aufgelegt, von den leichten Kontrollproblemen, die in den Vorbereitungsspielen noch zu erkennen waren, war er an diesem Tag weit entfernt und startete mit einem 1-2-3-Inning in sein Spiel. Harms tat es ihm gleich und schickte ebenfalls die ersten drei Schlagleute zurück ins Dugout. Im zweiten Inning erreichte Catcher Vojak durch einen Walk die erste Base. Bei einem Aus passierte wieder ein kapitaler Fehler des Shortstops, der auch prompt zum 1:0 führte. Zwei schnelle weitere Aus verhinderten zu diesem Zeitpunkt Schlimmeres. Burton zeigte weiter eine starke Leistung, wurde aber im vierten Inning von seinem Infield, das nun Errors in Serie produzierte, im Stich gelassen, so dass es nun 3:0 stand.

Neuzugang Jerome Burton zeigte ein ordentliches Spiel am Weyersberg (Foto: Eisenhuth, G.)

Im fünften Inning und nun mit Eric Harms auf dem Mound, begann bei zwei Aus und Runner an dritter Base die Aufholjagd der Alligators. Ortez schlug wieder einen RBI-Single, Dustin Hughes kam per Walk auf erste Base. Beim Versuch eines Pick-Offs passierte dann ein Fehler des Hamburger Catchers, wodurch Ortez auf 3:2 verkürzen konnte.

Drache holte sich ebenfalls ein Walk ab, bevor Julian Steinberg die Mannschaft mit einen 2-RBI-Single 4:3 in Führung brachte. Im sechsten Inning musste Burton noch einen Run hinnehmen, in seinen noch verbleibenden zwei Innings ließ er jedoch kaum noch etwas zu, jedenfalls nichts, was sich auf dem Scoreboard bemerkbar machte. Die Alligators jedoch griffen nochmal an. Ortez gelang erneut ein Single, woraufhin Eric Harms für Sam Boone auf dem Mound Platz machte. Schnell lud er sich die Bases und ein Sacrifice Fly von Steinberg stellte das 3:5 her. Kanthak legte einen 2-RBI-Double nach, auch Karsten Schäfer gelang ein Single und der Bundesliga-Debütant Timo Trampert  holte sich mit seinem Single einen RBI, das Scoreboard zeigte nun eine scheinbar komfortable 4:8-Führung an.

Im neunten Inning kam Lars Szameitpreuß auf den Mound und war am heutigen Tag ein wenig mit der nervliche Belastung überfordert, ähnlich wie im Spiel zuvor Thomas Rubis. Nach nur drei Schlagleuten, aber geladenen Bases, übernahm Robin Drache auf dem Mound, der jedoch den Ausgleich für Hamburg nicht verhindern konnte.

Offensiv hatten die Alligators mit 17 Runs eher weniger Probleme (Foto: Rudolf, B.)

Die nun langsam einbrechende Dunkelheit im Ballpark Weyersberg schwor bereits diverse Horrorszenarien herauf. Doch ein Halbinning konnte noch gespielt werden, das die Alligators diesmal nutzten, um das Spiel für sich zu entscheiden. Im achten Inning hatte HSV-Coach Jens Hawlitzky die Verantwortung auf dem Mound übernommen, und er stand auch im neunten Inning noch auf dem Wurfhügel. Julian Steinberg startete mit einem Single, Patrick Kanthak legte den Bunt, war jedoch aufgrund eines Errors safe an der ersten Base. Es folgte ein Flyout. Trampert als nächster Schlagmann war safe aufgrund eines Fielders Choice, weil Catcher Vojak das Aus am dritten Base an Kanthak versuchte. Brehan Murphy konnte dort den Ball jedoch nicht unter Kontrolle bringen, wodurch Kanthak den siegbringenden Run erzielte.

Spiel 2                 R
HSV  0 1 0 2 0 1 0 0 4  8
SOL  0 0 0 0 4 0 4 0 1  9
WIN: R. Drache (1-0), LOSS: J. Hawlitzky (0-1)

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