HSV Stealers – Dortmund Wanderers

Stealers auch gegen Dortmund mit Split

HSV Stealers
Dortmund Wanderers
11:10 und 1:3


von Michael Kujoth (HSV Stealers)

Zum Heimspielauftakt der Bundesliga-Saison erringen die Baseballer des HSV einen erneuten Comebacksieg in Spiel eins und besiegen die Dortmund Wanderers mit 11:10. In der darauf folgenden Partie finden die Diebe allerdings kein Mittel gegen einen gut aufgelegten Matt Kemp und unterliegen mit 1:3.

Spiel 1: Homerun von Vojak, vier Punkte im siebten Inning zum zweiten Saisonsieg
Einen offensiven Schlagabtausch mit vielen Punkten und mehrfachem Führungswechsel bekamen die Zuschauer am Hamburger Langenhorst im ersten Spiel des Tages zu sehen. Auf Grund des verletzungsbedingten Ausfalls von René Herlitzius startete Daniel Harms auf Seiten der Stealers. Sein Gegenüber war Dennis Stechmann. Harms hatte gleich zu Beginn mit Kontrollproblemen zu kämpfen und musste bereits im zweiten Inning nach Walk, Hit-by-Pitch, Doublesteal und einem Groundout den ersten Punkt abgeben. Nachdem er auch das folgende Inning mit zwei Walks begann, räumte er den Wurfhügel für seinen Bruder Eric. Dieser konnte sich zwar aus dem Inning befreien, nicht aber bevor Aljoscha Heller beide Runner per Single zur 3:0-Führung nach Hause gebracht hatte.

Im direkten Nachschlag drehte die bis dahin punktlose Stealers-Offensive allerdings auf. Bei geladenen Bases wurden die ersten beiden Runs auf Thomas Riedners Sacrifice Fly und den anschließenden Error des Dortmunder Centerfielders Elliot Biddle erzielt. Sam Boones Basehit besorgte den kurzzeitigen Ausgleich, bevor Catcher Jakub Vojak die Lederkugel für einen 3-Run-Homerun und die erste Führung der Stealers über den Leftfield-Zaun wuchtete.

In Spielabschnitt vier brachten beide Mannschaften jeweils einen weiteren Run über die Homeplate und ein Inning später drehten die Dortmunder ihrerseits den Spielstand. RBI-Singles von Tobi Willach, Jovert Bolze, Roy Wesche und Biddle sowie ein Passed Ball brachten die Gäste mit 9:7 in Front. Ab dem sechsten Inning übernahm Max Warren die Arbeit auf dem Mound für die Stealers und schickte die ersten drei Batter per Strikeout zurück ins Dugout, musste im siebten Spielabschnitt allerdings ein RBI-Triple von Wesche zur 10:7-Führung hinnehmen.

In der unteren Hälfte des Innings setzten die HSV Baseballer dann aber noch einmal zum Gegenschlag an. Michael Fliedners Double brachte gegen den neuen Pitcher Marco Dietsch den Anschlusspunkt nach Hause und beförderte Phillip von Soosten auf die dritte Base, von wo aus er den Ausgleich auf Jerome Rousseaus Sacrifice Fly erzielte. Warren perfektionierte mit seinem 2-Out-RBI-Single das Comeback und bescherte den Stealers eine 11:10 Führung, die auch den Endstand darstellen sollte. Die letzten sechs Dortmunder Schlagleute setzte er mit jeweils drei Strike- und Groundouts auf die Bank um den zweiten Sieg der Saison zu sichern.

Spiel 1  	         R  H E
DOW  0 1 2 1 5 0 1 0 0  10 11 4
HSV  0 0 6 1 0 0 4 0 X  11 12 1
WIN: Warren, M. (1-0) LOSS: Dietsch, M. (0-1)

Spiel 2: Matt Kemp führt Dortmund zum Split
Die zweiten Partien von Bundesliga-Doubleheadern sind meist schnell erzählt und folgen oft einem ähnlichen Schema: Starkes, meist amerikanisches Pitching dominiert zusammen mit den Defensivreihen ein punktearmes Spiel und am Ende gewinnt das Team, welches im richtigen Moment die entscheidenden Schläge landen kann. Am Sonntag kam dieses Team aus Dortmund.

Unterstützt von einem Error des Shortstops konnten die Stealers zwar bereits im ersten Inning einen Punkt gegen Matt Kemp scoren. Über die restlichen acht Innings erreichte allerdings kein einziger Dieb mehr die Homeplate, nur einer schaffte es im restlichen Spielverlauf bis auf die dritte Base. Und doch sah es zu Beginn so aus, als könnte die knappe 1:0-Führung für einen Doppelsieg ausreichen. Denn auch für die Stealers stand ein fähiger Pitcher auf dem Wurfhügel.

Justin Prinstein, gerade rechtzeitig zum Spiel in Deutschland angekommen, hielt seinerseits die Wanderers an der kurzen Leine und ließ über die ersten fünf Innings keine Punkte zu. Maßgeblichen Anteil daran hatte auch Catcher Vojak, der drei potentielle Base-Stealer mit seinem Wurfarm in Aus verwandelte. Im sechsten Spielabschnitt zeigte Prinstein dann allerdings leichte Ermüdungserscheinungen, die die Dortmunder konsequent ausnutzen. Bei zwei Aus besetzten Biddle und Trevor Howell per Double und Walk die Bases und Daniel Groers Linedrive ins Rightfield sorgte für den Ausgleich. Stechmann brachte anschließend mit seinem Bloop-Single über den Shortstop das 2:1 für die Wanderers nach Hause. Im letzten Spielabschnitt stellte Biddles RBI-Single gegen den wieder auf die Position des Pitchers eingewechselten Warren den 3:1-Endstand her.

Spiel 2                 R  H E
DOW  0 0 0 0 0 2 0 0 1  3 12 1
HSV  1 0 0 0 0 0 0 0 0  1  7 2
WIN: Kemp, M. (2-0) LOSS: Prinstein, J. (0-1)

„Die Mannschaft hat, wie auch schon letzte Woche, gute Moral bewiesen. Im ersten Spiel haben wir uns nie von den Rückständen irritieren lassen und uns immer wieder zurück ins Spiel gekämpft,“ resümierte Trainer Jens Hawlitzky am Ende des Spieltages. Auch in Bezug auf die zweite Partie konnte der Stealers Headcoach kaum negative Aspekte über die Leistung seiner Mannschaft ausmachen: „Matt Kemp gehört zu den besseren Pitchern der Bundesliga und hat heute ein gutes Spiel geworfen. Zwei, drei Bälle mehr oder weniger die eine Lücke im Feld finden und das Spiel geht nicht 1:3, sondern 3:1 aus. So ist das manchmal beim Baseball.“

von Marco Dietsch (Dortmund Wanderers)

Spiel 1: Wanderers geben 3-Punkte-Führung ab
Wie auch am ersten Spieltag hies der Starting Pitcher der Wanderers wieder Dennis Stechmann. Dieses mal kam er auch gleich gut ins Spiel und bekam auch die Unterstützung durch die Offensive der Wanderers. Schon im zweiten Inning erzielten sie den ersten Run und die Führung. Im dritten Inning legten die Dortmunder noch zwei weitere Runs für eine 3 Punkte Führung nach. Doch in der zweiten Hälfte des dritten Innings zogen die Stealers nach. 3 Punkte und dann ein Homerun mit weiteren 3 Punkten brachten den Dieben aus der Nordstadt die Führung im dritten Inning (6-3). Das vierte Inning brachte je einen Run für beide Seiten zu einem 4 – 7 Zwischenstand für Hamburg. Im fünften Inning wendete Dortmund das Blatt. Gleich fünf Runs brachten die 9 – 7 Führung. Für Dennis Stechmann war der Arbeitstag beendet. Marco Dietsch übernahm und hatte die Aufgabe die Führung bis zum Schluss zu halten. Inning 7 brachten die Dortmunder noch einen weiteren Run aufs Scoreboard. Doch auch Hamburg erzielte Zählbares. Aus Dortmunder Sicht leider mit 4 Runs genug um die Führung im Spiel zu übernehmen. Die Gäste aus Dortmund konnte nichts mehr nachlegen und somit ging Spiel 1 mit 11-10 an die Stealers.

Spiel 2: Matt Kemp geht über die vollen neun Innings
Das zweite Spiel des Doubleheaders sah dann ein anderes Bild. Hier waren es die Gastgeber die früh in Führung gehen konnten. Diese Führung konnten die HSV Stealers trotz mehrfacher Chancen auf Dortmunder Seite zu Punkten zu gelangen, bis ins sechste Inning halten.

Zwischenzeitlich haderten die Dortmunder mit den Entscheidungen der Schiedsrichter. Doch fanden sie in der Defense immer wieder die richtige Antwort, um zurück ins Spiel zu finden und schnell wieder in die Offense zu kommen. Das sechste Inning brachte dann die Führung für die Wanderers. Elliot Biddle und Trevor Howell, die durch Hits von Daniel Groer und Dennis Stechmann scoren konnten brachten die Wende.

Matt Kemp pitchte das komplette Spiel. Im Gegensatz zu den Stealers die Inning für Inning die Pitcher wechselten, um den Lauf der Dortmunder zu unterbrechen, welche durch die Führung neue Motivation erlangten. Inning neun brachte dann durch Roy Wesche einen weiteren Run für die Wanderers. Die Hamburg Stealers brachten zwar noch einen Läufer auf Base, der sich jedoch nach einem schönen Doubleplay durch Tobias Willach, Aljoscha Heller und Dennis Stechmann gleich wieder in Richtung Dugout begeben durfte. Ein schmerzhafter Hit-by-Pitch durch Matt Kemp brachte einen weiteren Stealers Spielers auf Base. Doch Thirdbaseman Daniel Groer beendete, mit einem Groundout gegen den nächsten Schlagmann das Spiel.

„Leider konnten wir das Trainierte aus der letzten Woche nicht komplett umsetzen“, so Coach Matt Kemp nach dem Spiel. Ganze 23 Hits reichten nicht aus um zwei Spiele zu gewinnen. „Wir sind ein schlagstarkes Team und unsere Defense lässt nicht viel zu. Doch mentale Fehler dürfen auf diesem Niveau einfach nicht passieren.“ Hinzu kommen 25 auf den Bases gestrandete Spieler.