Buchbinder Legionäre Regensburg – Heidenheim Heideköpfe 13:0 (7) | 4:3
| Spiel 1 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | R | H | E | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | X | X | 0 | 4 | 3 | ||
| 1 | 5 | 2 | 2 | 2 | 1 | X | X | X | 13 | 16 | 0 |
WIN: Bolsenbroek, M. LOSS: Dankerl, P.
| Spiel 2 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | R | H | E | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 0 | 0 | 2 | 0 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 3 | 6 | 3 | ||
| 0 | 3 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | X | 4 | 6 | 0 |
WIN: Bokaj, B. LOSS: Bergman, D.
SAVE: Hoffschild, P.
Bericht der Buchbinder Legionäre Regensburg – Bericht der Heidenheim Heideköpfe (folgt)
Buchbinder Legionäre triumphieren im Spitzenspiel
von Christian Swoboda
Spiel 1: Shutout für Regensburg im Freitagabendspiel
Freitag, der 13. war für die Buchbinder Legionäre ein guter Tag. Im Duell Erster gegen Zweiter zwangen die Regensburger die Heidenheim Heideköpfe mit 13:0 in die Knie. Nach drei Durchgängen führten die Hausherren vor 522 Zuschauern bereits mit 8:0. Am Samstag um 14 Uhr werden die Schwaben alles versuchen, die Scharte wieder gutzumachen.
Regensburgs Pitcher Mike Bolsenbroek präsentierte sich gegen die Gäste-Offense wieder in bestechender Form und führte sein Team zum zweiten Shutout-Sieg der Saison. Acht Strikeouts sammelte der Holländer, und gab gegen eine schwache Heidenheimer Offensive nur vier Hits und vier Walks ab.
Die Heideköpfe gingen allerdings gehandicapt ins Spiel. Nationalspieler Markus Winkler stand nach seiner Operation noch nicht zur Verfügung, Shooting-Star Aljoscha Schattmann fehlte wegen einer Prüfung. So durfte Ex-Legionär Peter Dankerl als Starting Pitcher ran. Der gebürtige Fürther stand aber von Beginn an unter Druck und musste nach einem Triple von Matt Vance und einem Basehit von Ludwig Glaser im Auftaktinning den ersten Run hinnehmen. Im zweiten Durchgang lief die zuletzt oft stotternde Offensivmaschinerie wie geölt. Nach fünf Hits und fünf folgenden Runs erzielten die Buchbinder Legionäre einen komfortablen 6:0-Vorsprung.
Die Hausherren ließen auch im dritten Inning nicht locker. Dankerl ging und Martin Almstetter kam – am Resultat änderte sich nichts. In Hamstermanier holten sie sich Inning für Inning die Punkte ab und zogen uneinholbar auf 13:0 davon. Insgesamt 16 Hits erzielten die Regensburger, bei denen Petr Cech mit drei Hits und insgesamt fünf RBIs herausstach. Im siebten Inning hatte dann die Ten-Run-Rule ein Einsehen mit den Gästen von der Alb.
Spiel 2: Zweiter Sieg der Buchbinder Legionäre gegen Heidenheim
Die Buchbinder Legionäre behielten auch am Samstagnachmittag im zweiten Spitzenspiel gegen die Heidenheim Heideköpfe mit 4:3 die Oberhand und verteidigten damit erfolgreich die Tabellenführung. Die Hausherren überzeugten vor 364 Zuschauern mit einer konzentrierten Leistung und nutzten die sich wenig bietenden Chancen in der Offensive, um den ersten Sweep in der Armin-Wolf-Arena einzufahren.
Im Gegensatz zum Vorabend hielt das Spitzenspiel, was es versprach. Heidenheim ging nach der 0:13-Schlappe wesentlich giftiger und engagierter zu Werke, zudem boten sie mit Dusty Bergman ihren stärksten Werfer auf. Bei den Buchbinder Legionären stand zu Beginn wieder Justin Kuehn auf dem Mound, der wie schon letzte Woche in Gauting nicht gut startete. Im Gegensatz zum letzten Auftritt reagierte Trainer Martin Helmig frühzeitig und nahm bereits im Auftaktinning, nach einem Flyout und zwei Walks, den US-Boy wieder herunter. Boris Bokaj übernahm nun den Werferjob und brachte sein Team sofort aus dem Inning. Der Tscheche ließ auch im zweiten Durchgang keinen Heidenheimer auf die Base.
Die Regensburger Offensive kam unterdessen schnell in Fahrt. Im zweiten Inning markierte Evan LeBlanc den ersten Hit und kam postwendend nach einem Double von Rodney Gessmann zur 1:0-Führung über die Homeplate. Auch Gessmann sowie Richard Klijn konnte noch zwei Runs zum 3:0 nachlegen. Die Heideköpfe zeigten sich aber keineswegs geschockt und schafften bereits im nächsten Abschnitt durch Simon Gühring und Andrew Smith den 3:2-Anschluss. Im Gegenzug war es aber erneut Evan LeBlanc, der Bergman Run Nummer vier abluchsen konnte.
Im sechsten Inning kam wieder Bewegung auf die Anzeigentafel. Bei den Buchbinder Legionären war mittlerweile Philipp Hoffschild als frischer Werfer gekommen, der aber nach einem Hit von Matt Gaski das 4:3 durch Hagen Rätz nicht vereiteln konnte. Die Spannung wuchs in der Endphase des Spiels, die mitunter von kurzen Regenschauern begleitet wurde. Da aber Bergman wie auch Hoffschild keine Nerven zeigten und sich beide Defensiven keine Fehler leisteten, endete die Partie letztlich mit 4:3 für die Regensburger.
Heideköpfe mit zwei Niederlagen in Regensburg: 0:13 und 3:4 – zumindest die zweite Partie war gegen wieder einmal glückliche Legionäre gewinnbar…
von Klaus Eckle
Für die hsb-Baseballer gab es beim „Angstgegner“ und amtierenden Deutschen Meister Regensburg letztlich wieder einmal nichts zu holen. War man beim Freitag-Abendspiel noch chancenlos, konnte man die samstägliche Partie sehr ausgeglichen gestalten und verlor mehr als unglücklich aus Heidenheimer Sicht.
Spiel 1: Heideköpfe ohne Chance gegen Bolsenbroek
Schon die Vorzeichen des Freitag-Abend Spiels konnten ungleicher nicht sein – als Gastgeber die unter Profibedingungen trainierenden Buchbinder Legionäre, mit allein schon sieben Ausländern im Team (fünf in der Starting Lineup) – als Gäste die voll im Arbeitsleben stehenden Heidenheim Heideköpfe, bei denen Cheftrainer Troy Williams bis kurz vor Spielbeginn seine geplanten Starting Pitcher vermisste: Peter Dankerl kam nicht rechtzeitig von seinem Krankenhausdienst als Arzt los und Aljosha Schattmann hatte Prüfungen an der Dualen Hochschule.
Zudem kam Rightfielder Johannes Schäffler nach Prüfungen an der FH Aalen erst Mitte des Spiels in Regensburg an. So nahmen die Regensburger auch von Anfang an das Heft in die Hand, hatten nach zwei Innings bereits acht krachende Hits gelandet und führten vorentscheidend mit 6:0, während die Heideköpfe gegen einen sehr gut aufgelegten Niederländer Mike Bolsenbroek (vor einigen Wochen erst aus dem US-Profibaseball entlassen) kaum einmal auf Base gelangten.
Im dritten Spielabschnitt übernahm Ex-Legionär Martin Almstetter das Pitching für Heidenheim und konnten den Angriffsschwung der Gastgeber zumindest etwas bremsen, dennoch markierten diese – unter tatkräftiger Mithilfe der Heidenheimer Verteidigung – sukzessive weitere Punkte, bis das einseitige Spiel dann vom gut leitenden CEB-Schiedsrichter Jens Waider nach sieben Innings aufgrund der 10-Punkte-Überlegenheitsregel abgebrochen wurde.
Spiel 2: Regensburg macht Sweep knapp klar
Neues Spiel – neues Glück… die an diesem Tag ausgeruhten Heidenheimer konnten dem hohen Meisterschaftsfavoriten im Samstags-Spiel von Anfang an Paroli bieten und verloren letztlich sehr unglücklich mit einem erneut stark pitchenden Dusty Bergman auf dem Mound.
Schon das erste Schlagrecht der Heideköpfe sah ein Kuriosum: nach Freilauf für Leadoff Matt Gaski, einem weiten Flugaus im Rightfield durch Simon Gühring und einem weiteren Freilauf für Andrew Smith sah sich Gästetrainer Martin Helmig genötigt seinen US-Starting Pitcher Justin Kuehn zu wechseln und brachte mit dem Tschechen Boris Bokai ungewohnt früh im Spiel einen frischen Werfer. Diesem gelang ein Strikeout gegen Mic Weigl und ein Flugaus gegen Robert Gruber, so dass die Heideköpfe punktlos aus dem ersten Inning abmarschierten. Drei schnelle Aus auf beiden Seiten später fielen im zweiten Inning die ersten Punkte für Regensburg, ein Basehit von Evan LeBlanc und ein Double von Rodney Gessmann brachten das 1:0 für die Hausherren, Richard Klijn gelangt fehlerbegünstigt auf die erste Base und Matt Vance erhöhte mit seinem Schlag auf 3:0. Die Heideköpfe-Antwort folgte prompt: ein Freilauf für Gühring bei zwei Aus und drei aufeinander folgende Hits durch Smith, Weigl und Gruber brachten den 2:3-Anschluß.
Im Rückschlag scorte Regensburgs LeBlanc auf Grund eines „Balk-Calls“ (durch den Schiedsrichter erkannter Pitcherfehler) mehr als umstritten zum 4:2, als ihm ein gewagter Home-Steal eigentlich missglückte. Im weiteren Spielverlauf hatten die Heideköpfe die Regensburger Offensive sicher im Griff und es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann sich das Spiel drehen sollte. Mit Schäffler und Füßer auf den Bases drei und zwei scheiterten Gaski und Gühring im vierten Inning mit ihren Schlagversuchen; im sechsten Inning wackelten die Legionäre um den jetzt pitchenden Philipp Hoffschild dann bedrohlich: zwei Freiläufe zu Beginn des Innings brachten Hagen Rätz und Johannes Schäffler auf die Bases – ein Bunt von David Füßer schob die Läufer weiter, ehe ein Hit von Matt Gaski den 3:4-Anschluß brachte. Gühring und Smith konnten die große Chance zum Ausgleich allerdings nicht nutzen und die teils hart geschlagenen Bälle der Heidenheimer wollten auch im weiteren Spielverlauf einfach nicht zu Boden fallen.
Als Fazit bleibt festzuhalten, dass man im zweiten Spiel absolut auf Augenhöhe mit einer in Topform spielenden Regensburger Mannschaft (dem hohen Meisterschaftsfavoriten 2011!) war, wenn auch bereits das vierte Spiel in dieser Saison mit einem Punkt Unterschied verloren wurde.







