Friday, May. 18, 2012

Mannheim Tornados – Gauting Indians 9:12 | 8:6

Von:

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16. Mai 2011

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Mannheim Tornados – Gauting Indians 9:12 | 8:6
Spiel 1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 R H E
GautingGauting
(2-7)
2 3 0 0 4 3 0 0 0 12 14 2
Mannheim
(5-4)
1 0 1 0 0 3 0 4 0 9 11 3

WIN: Hartinger, D. (1-0)  LOSS: Franke, R. (2-3)

Spiel 2 1 2 3 4 5 6 7 8 9 R H E
GautingGauting
(2-8)
0 2 1 1 0 0 1 1 0 6 11 2
Mannheim
(6-4)
0 0 0 0 0 0 4 4 X 8 6 0

WIN: Ewart, L. (2-0) LOSS: Dobkowski, J. (0-3)
SAVE: Franke, R. (1)

Bericht der Mannheim Tornados (folgt)Bericht der Gauting Indians


Tornados splitten gegen die Indians

von Michael Freienstein

Anders als von den Fans erwartet und als es der Tabellenplatz von Gauting vermuten ließ, präsentierten sich die Indians überraschend stark in Mannheim. Licht und Schatten wechselten sich bei beiden Teams ab und somit kam es letztlich zu einem alles in allem gerechten Split.

Spiel 1 : Aufholjagd der Tornados kommt zu spät
Die Indians erwischten gegen „Shorty“ Franke gleich einen guten Start. Bei einem Aus war Rojas mit einem Single auf Base gekommen und im Anschluss gelang Latz ein Schlag über den Leftfieldzaun zur 2:0-Führung für Gauting. Im Gegenzug verkürzten die Mannheimer, nach Singles von Lutz und O’Connor, bei einem Aus durch das Single von Botha die Führung der Indians um einen Run.

Franke schien aber an diesem Tag nicht so recht ins Spiel zu finden. Nach zwei Walks und einem Aus gelang Lord ein Double für die nächsten beiden Punkte für Gauting und das Single von Bischoff bedeutete das 5:1. Im dritten Inning keimten die Hoffnungen der Tornados nach dem Solo-Homerun von Egetmeyer wieder etwas auf, aber diesem Punkt sollte länger kein weiterer mehr folgen.

In den Innings fünf und sechs brach dann aber ein Schlaggewitter über die Mannheimer herein. Bei Bases Loaded brachte Emery mit seinem Double zwei weitere Runner nach Hause und der Single von Jung erhöhte die Führung für Gauting um einen weiteren Punkt. Damit nicht genug. Während Jung in einen Rundown geriet konnte Emery zum 9:2 nach Hause laufen. Es sollte für die Tornados noch schlimmer kommen. Von Mosch und Lord waren auf Base als sie Latz, bei zwei Aus, mit seinem Triple über die Platte schlug. Er selbst kam dann durch das Single von Emery auch noch nach Hause. 12:2 für Gauting und Entsetzen unter den Mannheimer Fans.

Die Tornados kämpften sich aber zurück ins Spiel. Nach Singles von Appiah und Wagner wurde Wagner beim Single von Schmitt zwar am zweiten Base erwischt, aber das Double von Egetmeyer verkürzte den Vorsprung von Gauting um zwei Runs. Das anschließende Single von Lutz sorgte für den nächsten Punkt für Mannheim. Coach Bull wechselte den Pitcher und schickte Ewart auf den Hügel. Sein solides Pitching hielt die Tornados im Rennen. Im achten Inning wurde deren Kampfgeist belohnt.

Dobkowski hatte für Hartinger die Arbeit auf dem Mound übernommen und zeigte Schwächen. Nach einem Hit by Pitch lud er mit zwei Walks die Bases. Lokken brachte mit seinem Double zwei Runner über die Platte und nach einem Flyout von Botha erzielte Appiah mit seinem Single die nächsten beiden Punkte für Mannheim. Beim 12:9 für Gauting sollte es dann allerdings bleiben.

Spiel 2 : Tornados drehen das Spiel spektakulär
Höhlein pitchte für den verletzten DeVincenzi. Gegen ihn trat Waite für Gauting an. Bei einem Aus lud Höhlein zwar zunächst die Bases konnte aber seinen Kopf noch einmal aus der Schlinge ziehen. Im zweiten Inning gingen die Indians dann doch in Führung. Bei zwei Aus gelang Vidal, nach Singles von Lord und Bischoff, ein Triple zum 2:0. Waite hielt die Tornados weiter in Schach, während Gauting die Führung weitere ausbauten. Nach je einem Run in den Innings drei, vier und sieben stand es 5:0 für Gauting und alles deutete auf eine weitere Niederlage für Mannheim an diesem Tag hin.

Die Tornados bewiesen aber erneut Kampfgeist. Als Waite zum ersten Mal schwächelte schlugen sie zu. Bei einem Aus walkte er zwei Batter. Nach einem weiteren Aus lud Lutz mit seinem Single die Bases. Es folgte der große Auftritt von O’Connor. Mit einem Schlag über den Leftfieldzaun gelang ihm ein Grand-Slam-Homerun und die Führung der Indians war auf einen Run geschmolzen. Im achten Inning dann Pitcherwechsel auf beiden Seiten. Ewart kam für Höhlein und Dobkowski für Waite. Gauting konnte zunächst die Führung um einen Run ausbauen. Wie schon im ersten Spiel hatte Dobkowski aber so seine Probleme. Nachdem bei einem Aus die Bases wieder geladen waren, war seine Arbeit auf dem Mound beendet. Howard sollte für ihn die Situation lösen, aber das misslang.

Ein Sacrifice Fly von Egetmeyer verkürzte den Vorsprung und ein Double von Lutz brachte den Ausgleich für die Tornados. Ein Balk von Howard bedeutete dann die erstmalige Führung für Mannheim. Dies hatte die Battery der Indians wohl sehr irritiert. Lutz spürte die Unaufmerksamkeit und stahl unter dem Jubel der Mannheimer Fans die Homeplate. Franke liess dann im neunten Inning für Mannheim nichts mehr anbrennen.

Indians verschenken den Sweep im letzte Moment

von André Salcher

Doch inzwischen recht deutlich abgeschlagen in Bezug auf die Play-off-Plätze, wollten die Gauting Indians ihre letzte Chance nutzen um doch noch an die oberen Tabellenplätze heranzukommen und zwei Siege beim Gegner aus Mannheim entführen. Fast wäre ihnen das auch gelungen. Doch während sich die Gäste im ersten Spiel keine Blöße gaben und das Spiel von Anfang an dominierten, um das Spiel letztendlich sicher nach Hause zu bringen, gab man eine deutliche Führung im zweiten Spiel durch zwei Unachtsamkeiten noch leichtfertig aus der Hand und musste sich so am Ende mit einem Split zufrieden geben.

Spiel 1: Gauting entscheidet offensiven Schlagabtausch für sich
Wie die Feuerwehr legten die Münchener Vorstädter gegen René Franke auf dem Mannheimer Mound los. Bereits nach drei Battern und einem 2-Run-Homerun von Travis Latz konnten sie in Führung gehen, die sie auch bis zum Ende nicht mehr hergeben sollten. Drei weitere Runs im zweiten Abschnitt, konnten die Gastgeber nur durch einen Solo-Homerun von Lukas Egetmeyer ein Inning später beantworten und so stand es nach drei gespielten Durchgängen bereits 5:2 für die Rothäute.

Weitere sieben Runs bis zur Mitte des sechsten Innings und den damit 10-Run-Rule-verdächtigen Zwischenstand von 12:2 wollten die Spieler aus der Stadt am Rhein aber so nicht hinnehmen, sondern kämpften sich zurück in die Partie. Sie konterten ihrerseits in der unteren Hälfte des Abschnitts mit drei unearned Runs gegen Gautings Starter Dominik Hartinger und mit vier weiteren gegen Reliever John Dobkowski im vorletzten Durchgang. Da der für Franke gekommene LeRoy Ewart seinerseits die Gäste an der kurzen Leine hielt, ging es mit einem für die Tornados Platz für Hoffnung lassenden 9:12 in den finalen Durchgang. Doch Dobkowski gab sich dort keine Blöße und beendete das Spiel mit zwei Strikeouts.

Spiel 2: Indians verspielen einen möglichen Sieg leichtfertig
Erst einmal konnte Benji Waite (Gauting) diese Saison auf dem Werferhügel überzeugen und so waren die Würmtaler gespannt wie er sich wohl heute gegen die schlagstärkste Offensive der Liga präsentieren würde. Zur Freude der Indianer lieferte Waite sein wohl bestes Saisonspiel ab und hätte ihm nicht ein Fehler seiner Defensive aus dem Konzept gebracht, hätte er wohl auch seinen ersten Sieg eingefahren.

Über sechs Innings ließ er nur vier Leute auf Base und musste den ersten Hit erst im fünften Abschnitt gegen sich hinnehmen. Und auch im sechsten Abschnitt sah es nicht so aus, als ob die Mannheimer Offensive ihm wirklich gefährlich werden könnte. Zwar ließ er zwei Tornados per Walk auf Base, doch nach einem schwachen Groundball ins Gautinger Infield bei zwei Aus, waren beide Mannschaften eigentlich schon auf dem Weg zurück in ihre Dugouts, als die Münchener sich die große Chance auf das dritte Aus durch einen Error nahmen und so die Bases luden. Wohl noch etwas abgelenkt von dieser Unaufmerksamkeit seiner Defensive, platzierte Waite seinen nächsten Pitch etwas ungenau und Mannheims Shortstop Ian O´Connor den selbigen mit seinem Schläger zu einem Grandslam-Homerun hinter dem Leftfieldzaun.

Wie sehr dieser Schlag den Gastgebern in die Karten spielte, versteht man, wenn man sich die andere Seite des bisherigen Spiels betrachtet. Stetig hatten die Bayern gegen Philipp Höhlein punkten und sich aufgrund einer perfekt stehenden Defensive einen 5:0-Vorsprung herausarbeiten können. Das hieß also nichts anderes, als dass sie es wegen des Fehlers anstatt mit einem deutlichen Vorsprung nun mit einem 1-Run-Ballgame zu tun hatten. Zwar konnten die Indians selbst einen weiteren Run im achten Inning erzielen, doch in dessen unterer Hälfte wiederholten sich die Ereignisse.

Der inzwischen für Waite werfende Dobkowski bekam den mit Läufern auf Base gewünschten Groundball bei einem Aus, doch anstatt diesen in ein einfaches Doubleplay zu verwerten oder zumindest ein weiteres Aus zu produzieren, unterlief den Indians der zweite folgeschwere Fehler dieses Spiels. Wieder waren alle Leute safe und die Bases geladen. Alex Howard übernahm nun für Dobkowski in dieser schwierigen Situation. Obwohl immer noch mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung ausgestattet schienen die Indians aber nun das Nervenflattern zu bekommen. Einem Sacrifice Fly zum Anschlusspunkt folgte ein Basehit von Sascha Lutz, der den Ausgleich über die Platte brachte. Symptomatisch für die Situation kam der Führungspunkt per Balk nach Hause und ein weiterer durch einen Homesteal von Lutz. Die geschockten Gäste konnten dem im abschließenden Durchgang nichts mehr entgegen setzen und verloren das Spiel aus ihrer Sicht unglücklich mit 6:8.

Am offensiv geprägten Spieltag führte auf Seiten der Gautinger wieder einmal kein Weg an Travis Latz (5 für 9, HR, 4 RBI) vorbei. Lorbeeren verdienten sich in Spiel 2 aber auch Yahsmani Vidal (3 für 4, 2B, 3B, 3 RBI) und Benji Waite (7 IP, 0 ER, 6K). Auf Seiten der Mannheimer stachen Sascha Lutz (5 für 9, 2 2B) und in Spiel 1 Lukas Egetmeyer (2 für 4, HR, 3 RBI, 3 R) heraus.

Nach verpasster Chance, den Anschluss nach oben zumindest theoretisch wieder möglich zu machen, müssen sich die Gautinger nun darauf konzentrieren ihre Unkonzentriertheit abzustellen. Zu viele Spiele hat man dadurch bereits dieses Jahr liegen lassen.

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