Dohren Wild Farmers – Berlin Sluggers 8:10 | 9:0
| Spiel 1 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | R | H | E | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
(2-11) |
0 | 0 | 0 | 1 | 1 | 0 | 1 | 3 | 4 | 10 | 13 | 3 | |
(2-11) |
1 | 0 | 3 | 2 | 0 | 0 | 0 | 2 | 0 | 8 | 11 | 2 |
WIN: Galkin, I. (1-4) LOSS: Brunckhorst, T. (0-6)
| Spiel 2 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | R | H | E | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
(2-12) |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3 | 5 | |
(3-11) |
0 | 0 | 1 | 4 | 0 | 1 | 1 | 2 | X | 9 | 5 | 1 |
WIN: Rogers, G. (3-3) LOSS: Kmiecik, K. (0-2)
Bericht der Dohren Wild Farmers – Bericht der Berlin Sluggers
Sweep im ersten Spiel leichtfertig verspielt
von Johst Dallmann (Dohren Wild Farmers)
Farmers gegen Sluggers, diese Partie ist fast schon ein Klassiker. Jahrelang stand man sich in der 2. Bundesliga gegenüber, oft mit dem besseren Ende für die Wild Farmers. Dementsprechend viel hatten sich die Farmers vorgenommen, der erste Doppelsieg sollte her. Leider kam es erneut anders.
Der vorgesehen Starting Pitcher Henrik Dallmann meldete kurz vor Spielbeginn eine Schulterverletzung und man musste umdisponieren, wie so oft in der bisherigen Saison. Thies Brunckhorst wärmte sich kurzerhand auf und musste einspringen. Brunkhorst hatte die Gäste über sieben Innings voll im Griff und die Farmers führten relativ komfortabel mit 6:2, unter anderem durch einen schönen 2-RBI-Single durch Sebastian Löwenau bei zwei Aus. Brunkhorst wurde jetzt zunehmend müde, aber man konnte nicht wechseln, da durch die dünne Personaldecke kein etatmäßiger Pitcher verfügbar war.
So nahm das Schicksal seinen Lauf. Im neunten Inning konnten die Sluggers zum 8:8 ausgleichen und das bei geladenen Bases und keinem Aus. Notgedrungen musste gewechselt werden und Johst Dallmann übernahm den Mound. Leider gelang es nicht, die Sluggers zu stoppen bevor weitere zwei Runs im Ziel waren, die die Wild Farmers gegen Closer Iwan Galkin nicht wieder aufholen konnten.
Nach dieser herben Niederlage musste dringend der Sieg her, um weiterhin vor den Sluggers in der Tabelle zu stehen. Für die Farmers warf wie immer Garrett Rogers, die Sluggers schickten Kellen Kmiecik ins Rennen. Beide Werfer begannen stark, erst im dritten Inning schafften es die Farmers durch ein Double von Rustico auf das Scoreboard. Im vierten Inning folgten weitere drei Runs.
Die Sluggers fanden gegen den erneut gut aufgelegten Rogers kein Mittel. Rogers gab gerade einmal drei Hits ab und am Ende standen 13 strikeouts auf seinem Konto und die Anzeigetafel zeigte auch nach neun Innings die “Null”. Die Wild Farmers konnten noch ein paar Runs nachlegen, zwei durch einen Homerun von Rogers, und gewannen ungefärdet 9:0.
10:8! Last-Minute-Sieg der Berlin Sluggers in Dohren im neunten Inning
von Linn C. Kamm (Berlin Sluggers)
Nach zehn Niederlagen in Folge zeigte Baseball-Bundesligist Berlin Sluggers viel Moral und drehte bei den Dohren Wild Farmers ein längst verloren geglaubtes Spiel im letzten Inning. Durch vier Runs im neunten Durchgang siegte der Aufsteiger mit 10:8. Das zweite Spiel ging mit 0:9 verloren, auch weil Berlins tschechischer Pitcher Ales Keprta mit einer Lebensmittelvergiftung in einem Prager Krankenhaus lag.
Im Duell der deutschen Pitcher begann Christian Pfeiffer für die Sluggers, die Gastgeber schickten Thies Brunckhorst auf dem Hügel. Der kontrollierte die Berliner sehr gut, hatte dazu auch die offensive Unterstützung: 4:0 führten die Gastgeber nach drei Innings.
Coach Sean Sullivan entschloss sich zum frühen Pitcherwechsel, brachte Oliver Knaack für Pfeiffer. Der Routinier fand nach einem holprigen Start (2 Runs im 4. Inning) immer besser ins Spiel und ließ in den folgenden Innings keinen Punkt mehr zu. Gleichzeitig erwachte langsam die Berliner Offensive. Steven Wolburg sorgte für den ersten Punkt (4. Inning), Felix Schwarzbauer markierte das 2:6 (5. Inning) und Jakob Buttgereit brachte seine Sluggers auf 3:6 (7. Inning) heran.
Dohrens Pitcher Brunckhorst begann nach über 100 Würfen zu schwächeln, blieb aber auf dem Mound. Und so schaffte Berlin im achten Inning durch drei Runs (Thomas Bieber, Roland Stiller, Kevin Cooray) den Ausgleich zum 6:6.
Die letzten zwei Innings schickte Coach Sean Sullivan Closer Iwan Galkin für Knaack auf den Hügel. Dohren meldete sich mit zwei Runs zur 8:6-Führung im achten Inning zurück.
Es folgte das letzte Inning, die letzte Chance für die Sluggers: Thomas Bieber startete mit einem Single, Steven Wolburg folgte mit einem Walk, Roland Stiller wurde abgeworfen – Bases loaded, kein Aus. Der Tisch war gedeckt für Kevin Cooray. Der ließ sich nicht zweimal bitten, holte mit einem Single zwei Punkte zum 8:8-Ausgleich rein. Für Brunkhorst war der Tag endlich gelaufen, der eigentliche First-Baseman Johst Dallmann erlöste ihn, konnte aber die 10:8-Führung durch Cooray und Nils Brochwitz nicht verhindern.
Jetzt lag der komplette Druck auf Galkin. Und der 19-jährige Rookie machte es spannend. Nach dem Strikeout gegen Leadoff Andreas Igl folgte ein Walk für Jan Hassenflug. US-Import Garrett Rogers schlug einen Single, damit stand der potentielle Ausgleich auf dem ersten Kissen. David Wohlgemuth schlug den Ball zu Thirdbaseman Roland Stiller, der das sichere zweite Aus am ersten Kissen suchte. Mit Läufern auf eins und drei kam der zweite Amerikaner Jeff Rustico an den Schlag. Der erhielt einen Intentional Walk, alle Bases geladen. Für Dohren war jetzt Johst Dallmann dran. Ein Single und das Spiel wäre gewonnen. Doch beim 1:1-Count schlug Dallmann einen harten Grounder zu Roland Stiller. Der nahm den Ball sauber auf, berührte Thirdbase zum Sieg.
Spiel zwei ist dagegen schnell erzählt. Kellen Kmiecik für die Sluggers und US-Boy Garrett Rogers lautete das Pitcher-Duell. Kmiecik gab seinen Sluggers sechs gute Innings, musste aber zuschauen, wie hinter ihm im vierten Inning zahlreiche Fehler gemacht wurden, die zu einer 5:0-Führung führten. Dagegen war Rogers für die meisten Berliner unantastbar. Der US-Amerikaner verteilte nur drei Singles (2x Kleiner, 1x Kmiecik) über neun Innings, zu wenig für die Berliner Offense, um zu punkten.
Nach dem sechsten Inning wechselt Sullivan, brachte Dennie Andresen für Kmiecik, dessen Pitchcount die 100er Marke überschritten hatte. Doch das Spiel war entschieden, die Gastgeber legten sogar noch drei Punkte, zwei durch einen Rogers-Homer, nach und siegten verdient mit 9:0.
Coach Sean Sullivan war trotzdem nicht unzufrieden mit seinen Sluggers: „Wir waren eigentlich weg vom Fenster, lagen 2:6 hinten. Trotzdem schafften wir im achten Inning noch den Ausgleich. Wieder gelingt Dohren eine 2-Punkte-Führung, die wir wieder aufholen, mit der allerletzten Chance. Das ist Charakter und darauf bin ich stolz“, resümierte der Coach. „Im zweiten Spiel hatten wir jedoch nie eine Chance gegen Rogers. Ich hätte gern das Duell gegen unseren Starter Keprta gesehen. Der hätte das Zeug und die Ausdauer gehabt, um Rogers lange Paroli zu bieten. Doch leider musste ich auf ihn und drei weitere Stammspieler verzichten. Deshalb bin ich mit dem einen Sieg zufrieden. Aber jetzt müssen wir am Sonnabend beim Heimspiel gegen Dortmund nachlegen.“







