Spieler der Woche: Philipp Hoffschild (Buchbinder Legionäre Regensburg)

(tkd) Vor ziemlich genau einem Jahr kam es in der MLB zum wohl außergewöhnlichsten 1-Hit-Shutout der MLB-Geschichte. Trotzdem konnte sich Armando Galarraga nur bedingt über seine außergewöhnliche Leistung freuen. Bis zum letzten Aus hatte Detroits Pitcher ein Perfect Game laufen, ehe eine Fehlentscheidung von Jim Joyce das Perfect Game und den No-Hitter kostete.

Nicht ganz so dramatisch, dafür nicht weniger tragisch ist wohl die Geschichte des Spielers der Woche. Philipp Hoffschild hatte bis ins sechste Inning einen perfekten Tag. Die ersten 17 Mannheimer Schlagleute durften sich gleich wieder hinsetzen und ausgerechnet der neunte Schlagmann der Tornados sollte das Ende von Hoffschilds perfekten Tag einläuten. Der Pitcher erkundigte sich nach dem Count und erhielt als Antwort „2-2“. Entsprechend groß war die Überraschung als der Schlagmann nach dem nächsten Ball einen Walk bekam. Zwar gelang es dem Nationalpitcher den Runner gleich bei der nächsten Aktion per Pick-off auszumachen, doch das perfekte Spiel war dahin.

"Machte aus seiner Seele keine Mördergrube", wie es aus Regensburger Kreisen heisst und fiel damit beim Field-Umpire in Ungnade. Hoffschild sichtbar konsterniert nach seiner Ejection, Martin Brunners Hilfe kommt zu spät (Foto: Eisenhuth, G.)

Auf den Bildern von Galarraga vor einem Jahr sieht man, wie Detroits Pitcher es nicht schafft seinem Ärger Luft zu verschaffen, „Ich war in einem Schockzustand, das mein ich ernst“, gab er danach zu Protokoll. Hoffschilds Reaktion auf dem Feld war ähnlich, erst im Dugout musste der verständliche Frust raus, ohne sich dabei direkt an die Offiziellen zu wenden. Doch für den Fieldumpire war es schon zu viel und der Regensburger wurde ohne Vorwarnung vom Platz geschmissen.

Rodney Gessmann ersetzte Hoffschild und hielt die Mannheimer Offensive noch zwei Innings ohne Hit, während die Regensburger Schlagleute aus einem 2:0 bis zur Ejection in zwei Innings ein 17:0-Blowout machten.

Nach dem Spiel in Detroit wird von emotionalen Szenen aus der Kabine berichtet, denn Joyce wollte sich sofort nachdem er seinen Call im Fernsehen gesehen hatte entschuldigen. Sogar von Umarmungen und Tränen war die Rede, „Ich weiß niemand ist perfekt, was will man machen?“ Vielleicht konnte ja auch in Mannheim ein wenig Frieden geschlossen werden.

 

No Comment

  1. Reply Post By Andi Allwang

    Auch vor einem Jahr.
    Nach dem Regensburg sich im letzten Jahr einen No-Hitter erschlichten hatte der keiner war. Bis zum 8. Inning zumindest auf ihrer Stadion eigenen Scorrertafel wie man sogar im Fernsehbericht deuttlich erkennen konnte und zapzarp war es im 9. Inning auf einmal ein No-Hitter. Komisch!!
    Da tut dann so ein kleiner Umpirefehler auch niemand weh, wenn man in Regensburg schon
    Scorrsheets fälscht um sich selbst zu bescheissen.

  2. Reply Post By Maxx

    Schöner Artikel und netter Vergleich.

    Vielleicht hätte man noch dazusagen sollen, dass Jim Joyce sich noch während des Spiels sehr klare Worte vom Firstbaseman Cabrera anhören musste und die Klasse hatte, das zu ignorieren…Klasse, die dem Ump am vergangenen Wochenende fehlte.

  3. Reply Post By ihprod

    tolle leistung!
    noch nicht mal das spiel beendet und bekommt einen spieler der woche award.
    wenn da nicht ein paar sympatisanten direkt an der quelle sitzten.
    lächerlich!!!

  4. Reply Post By Hermann

    Ein Spieler, der vom Platz geschmissen wird, als Spieler der Woche auszuzeichnen, ein NO GO!

  5. Reply Post By Schneider

    Ein Umpire, der auf dem Feld nicht zu seinem offenkundigen Fehler steht, ist ebenfalls ein No Go. Schade, dass die Häute der Unparteiischen vielfach immer noch Papyrus-Charakter haben

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