Friday, May. 18, 2012

Berlin Sluggers – Untouchables Paderborn 0:11 (8) | 1:18 (7)

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19. Juni 2011

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Berlin Sluggers – Untouchables Paderborn 0:11 (8) | 1:18 (7)
Spiel 1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 R H E
Paderborn
(18-1)
0 0 0 1 1 2 3 4 - 11 9 0
Berlin
(3-16)
0 0 0 0 0 0 0 0 - 0 2 2

WIN: Heilmann, E. (9-0) LOSS: Galkin, I. (1-5)

Spiel 2 1 2 3 4 5 6 7 8 9 R H E
Paderborn
(19-1)
4 5 4 4 0 1 0 - - 18 15 0
Berlin
(3-17)
0 0 0 0 0 0 1 - - 1 6 5

WIN: Fields, B.  (7-1) LOSS: Keprta, A. (0-7)

Bericht der Berlin SluggersBericht der Untouchables Paderborn (folgt)


Starke Ex-Berliner dominieren die Berlin Sluggers

von Linn C. Kamm

Wie erwartet kassierte der Berliner Aufsteiger gegen die Untouchables zwei deutliche Pleiten: 0:11 nach acht Innings im ersten Spiel, 1:18 das deutliche Ergebnis im zweiten Spiel. Dabei markierten ausgerechnet die beiden Ex-Berliner Mitch Franke und Daniel Hinz zwei 3-Run-Homeruns. Ob die deutlichen Pleiten auch ein wenig am Selbstbewusstsein gekratzt haben, wird sich am Sonnabend zeigen. Dann kommt der Tabellennachbar Dohren zum Tabellenletzten in den Sluggers-Ballpark.

Spiel 1: Sluggers können zu Beginn mithalten
Berlins Pitcher Iwan Galkin durfte die schwere Aufgabe übernehmen, gegen die schlagstärkste Mannschaft der Liga anzutreten. Und zog sich dabei mehr als achtbar aus der Affäre – auch wenn der Start etwas wacklig war: Nach Single von Julius Uelschen und einem Walk für Michael Neuhäuser schlug Craig Pycock ins Groundout. Mitch Franke wurde abgeworfen, bases-loaded und erst ein Aus. Doch bei einem 1-2-Count schlug Ryan Hall den Ball als One-Hopper zu Galkin zurück. Home-Eins, Doubleplay! Die Sluggers kamen schadlos aus dem Inning heraus.

Galkins Gegenüber Eugen Heilmann zeigte über das gesamte Spiel, warum er seit Jahren einer der besten deutschen Pitcher ist. Insgesamt schafften die Berliner durch Kellen Kmiecik und Jakob Buttgereit in acht Innings nur zwei Hits.
Erstmals auf die Anzeigetafel kamen die Untouchables im vierten Inning: Der Ex-Berliner Daniel Hinz schlug Hall nach Hause, scheiterte aber bei dem Versuch, seinen Single zu einem Double zu strecken. Der nächste Punkt (Julius Uelschen) kam im fünften Inning durch einen Balk Galkins nach Hause. Die Entscheidung dann im sechsten Durchgang, als die Gäste durch zwei Runs von Hall und Speer das Ergebnis auf 4:0 hochschraubten. Zwei Pitcherwechsel (Oliver Knaack und Thomas Bieber) in den letzten beiden Durchgängen änderten nichts mehr und so endete das Spiel nach acht Innings mit 0:11 aus Berliner Sicht.

Spiel 2: U’s sorgen für schnelle Entscheidung
Brauchten die Paderborner im ersten Spiel noch sechs Innings, um vier Runs zu erzielen, reichte im zweiten Spiel nur ein Durchgang. Leadoff Uelschen punktete nach dem Double von Speer. Pycock wurde von Pitcher Ales Keprta gewalkt. Und der gebürtige Strausberger Mitch Franke drückte den Ball zum 3-Run-Homer über den Zaun. Davon erholten sich die Berliner nicht, denn Paderborns Pitcher Brian Fields war ähnlich dominant wie Heilmann in Spiel 1. Über sieben Innings brachten die Berliner gerade mal sechs Läufer auf Base. Der Ehrenpunkt zum 1:18 gelang erst im siebten Durchgang durch Janek Lorenzen, der von Walter Sacasa nach Hause geschlagen wurde.

Für Berlins Starter Keprta war das Spiel nach einem Walk für Speer beim Stand von 0:13 im vierten Inning gelaufen. Christian Pfeiffer übernahm, musste aber kurze Zeit ebenfalls einen 3-Run-Shot, diesmal durch den Ex-Berliner Daniel Hinz hinnehmen. Der Rest des Spiels konnte unter der Kategorie erfolgreiche Schadensbegrenzung abgehakt werden. Paderborn schraubte seine Bemühungen etwas zurück, Pfeiffer gab nach dem Homer nur noch fünf Hits (1 ER) in vier Innings ab.

Bitter für die Berliner: Bereits im ersten Spiel verletzte sich US-Shortstop und Pitcher Kellen Kmiecik. Seine Oberschenkelverletzung macht den Einsatz am Sonnabend im Abstiegskrimi gegen Dohren fraglich.


U’s schlagen die Sluggers mit 11:0 und 18:1

von Untouchables Paderborn

Diese Mannschaft ist einfach nicht aufzuhalten. In der ersten Baseball-Bundesliga bleiben die Paderborn Untouchables in der Nordgruppe unbeirrt auf Titelkurs. Als Gast der Berlin Sluggers landete das Team von Stefan Fechtig beim 11:0 und 18:1 am vergangenen Samstag zwei ungefährdete Auswärtssiege. Erst eine Autobahn-Vollsperrung auf der Rückreise war in der Lage, die Untouchables kurzfristig zu stoppen.

Die Spiele gegen die Bundeshauptstädter werden den Untouchables in guter Erinnerung bleiben. Nach 37 Punkten in der Hinrunde durften die Paderstädter auch an der Spree insgesamt 29 Mal jubeln. In zwei einseitigen Partien ließ der Ligaprimus dem Aufsteiger nicht den Hauch einer Chance. Dabei hatten die U’s in der ersten Begegnung des Tages zu Beginn etwas Mühe. In den ersten drei Innings hielt die Sluggers-Defensive dem Druck stand und Paderborn kam zunächst nicht zu Punkten. Im vierten Durchgang konnte der Bann dann endlich gebrochen werden und die Offensive der Untouchables fand zu alter Stärke. In jedem Durchgang wurde nun auch gepunktet. Vier Runs im achten Inning beendeten schließlich die erste Partie beim Stande von 11:0 vorzeitig.

“Wir haben uns als absolutes Top-Team präsentiert”, freute sich Trainer Stefan Fechtig. Bei so einer deutlichen Überlegenheit ist es nicht selbstverständlich, dass die Konzentration nicht nachlässt. Aber die U’s um Pitcher Eugen Heilmann ließen keinen Punkt der Gastgeber zu und so feierte der 29-Jährige bei seinem neunten Auftritt als Pitcher dabei seinen neunten Sieg. “Unser Pitching ist schon die gesamte Saison hervorragend”, analysierte der Coach. Daher verwundert es auch nicht, dass neben Heilmann auch Daniel Hinz als Pitcher für die deutsche Nationalmannschaft nominiert wurde. Hinz machte zusammen mit Mitch Franke auch in der Offensive mit zwei Homeruns auf sich aufmerksam.

Im zweiten Versuch wurden die Untouchables von Beginn an ihrer Favoritenrolle gerecht. Bereits nach vier Innings führte die Fechtig-Crew mit 17:0. “Die Partie war schon früh entschieden, so dass ich wieder ein wenig experimentieren konnte”, war der Trainer erfreut. Brian Fields wusste erneut auf dem Mound zu überzeugen und warf die gesamte Partie. In der Offensive feierte Rekordnationalspieler Jendrick Speer den gesamten Tag über ein wahres Schlagfestival. Beinahe jeder Schlag des 30-Jährigen fand sein Ziel. So war auch die zweite Begegnung des Tages nach sieben Innings frühzeitig beim Stand von 18:1 beendet. “Berlin blieb in allen vier Partien allerdings auch den Beweis der Bundesligatauglichkeit schuldig”, gab Fechtig zu. Seine Mannschaft hatte somit eine gelungene Dienstreise. Auf dem Rückweg nach Paderborn hätten die Untouchables ihr Lachen aber beinahe verloren. Eine Vollsperrung der Autobahn sorgte für eine lange Rückreise, die erst in der Nacht gegen 3.30 Uhr ihr Ende fand.

“Zum Glück war die nächste Tankstelle nicht weit”, schmunzelte Fechtig. Sein Team hat nun aufgrund der zwischenzeitlichen Länderspiele erst mal bis zum 17. Juli Pause.

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