Friday, May. 18, 2012

Berlin Sluggers – HSV Stealers 4:3 (10) | 0:16 (7)

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16. Juli 2011

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Berlin Sluggers – HSV Stealers 4:3 (10) | 0:16 (7)
Spiel 1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 R H E
Hamburg
(9-14)
0 2 0 0 0 1 0 0 0 0 3 9 1
Berlin
(4-21)
0 1 0 0 0 0 0 0 2 1 4 9 1

WIN: Pfeiffer, C. (2-3) LOSS: Harms, D. (1-2)

Spiel 2 1 2 3 4 5 6 7 8 9 R H E
Hamburg
(10-14)
1 1 0 4 4 5 1 - - 16 12 0
Berlin
(4-22)
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 4 4

WIN:  Staatz, J. (1-2) LOSS: Knaack, O.  (0-1)

Bericht der Berlin SluggersBericht der HSV Stealers


Dramatischer Walk-off-Win in Extra Innings für die Sluggers

von Linn C. Kamm (Berlin Sluggers)

Im letzten Heimspiel des Jahres haben es die Berlin Sluggers es doch noch geschafft und den ersten Bundesliga-Heimsieg eingefahren. Und das noch mit der dazugehörenden Portion Dramatik: 4:3 gegen die Hamburg Stealers nach zehn Innings. Das zweite Spiel ging wie erwartet deutlich mit 0:16 an die Gäste.

Spiel 1: Kleiner behält die Nerven
Iwan Galkin gegen René Herlitzius lautete das Duell. Zwar schafften es die Berliner als erstes auf die Anzeigetafel, als Designated Hitter Nils Brochwitz seinen Teamkollegen Kellen Kmiecik im zweiten Inning per RBI-Groundout nach Hause holte. Doch konterten die Gäste sofort mit zwei Runs durch Alex und Eric Harms im dritten Durchgang.

In dem erstklassigen Pitcherduell kontrollierte Routinier Herlitzius (34) die Berliner Offense, ließ in den ersten sieben Innings nur drei weitere Baseläufer zu. Doch auch der junge Galkin (19) warf nicht viel schlechter, musste aber dennoch das 3:1 im sechsten Inning durch Brehan Murphy hinnehmen.

HSV-Coach Jens Hawlitzky erlöste die Sluggers von Herlitzius, brachte zum achten Inning etwas überraschend Daniel Harms (1-2), der problemlos das Inning durchlief. Das sollte sich im neunten Durchgang rapide ändern.

Nach zwei schnellen Aus kam Kmiecik durch einen Walk auf Base. Jakob Buttgereit folgte mit einem weiten Schlag ins Centerfield, der Kmiecik zum 2:3 nach Hause und Buttgereit auf das dritte Base brachte. Danach am Schlag: Nils Brochwitz. Der hatte schnell zwei Strikes auf dem Konto. „Ich wollte nicht zu viel, nur einen guten, soliden Kontakt machen“, sagte Brochwitz danach. „Ich rechnete bei zwei Strikes mit einer Kurve. Doch dann kam der Fastball halbhoch und ich sagte mir: ‚Das ist er. Den hau ich raus’.“

Das klappte vorzüglich, ein Single durch die Mitte brachte Buttgereit zum umjubelten Ausgleich vor knapp 100 Fans nach Hause. Thomas Bieber folgte mit einem weiteren Single, wurde jedoch am ersten Base durch Harms gepickt.
Marathonmann Galkin, dessen Pitchcount die 130er-Marke längst überschritten hat, war an der ganz kurzen Leine und wurde im zehnten Inning von den Berliner Coaches nach einem Leadoff-Single durch Brehan Murphy runtergenommen. Der Ex-Hamburger Christian Pfeiffer (2-3) übernahm und sorgte für drei schnelle Aus.

Untere Hälfte des zehnten Innings: Leadoff Marcel Bretschneider ging Strikeout, Walter Sacasa auch, doch Hamburgs Catcher Alex Harms konnte den Ball nicht festhalten und Sacasa erreichte das erste Base. Steven Wolburgs Schlag landete zum zweiten Aus im Handschuh des Stealers-Rightfielders, Max Warren. Jetzt musste Sluggers-Catcher Kevin Cooray die Hoffnung am Leben erhalten – und erreichte mit einem Single das erste Base. Sacasa rückt auf Base Nummer drei vor. Es folgte am Schlag: Benji Kleiner. Und der verwandelte den Matchball mit einem sicheren Single ins Rightfield. Sacasa kam nach Hause, 4:3, Ballgame.

Spiel 2: Deutliche Schlappe für Berlin
So dramatisch Spiel eins war, so unspektakulär verlief die zweite Begegnung. Für die Berliner bekam der etatmäßige Reliever Oliver Knaack (0-1) seinen ersten Bundesliga-Start seit 1995. Ihm Gegenüber Justin Staatz (1-2), der erst vor wenigen Wochen die Hamburger verstärkte. Während Staatz das komplette Spiel problemlos durch die Berliner Offense pitchte (4 Hits, 12 K, 1BB), gab Knaack jeweils einen Punkt im ersten und zweiten Inning ab. Bei 0:2 und zwei Aus im vierten Inning, entschloss sich Coach Kellen Kmiecik zum Wechsel, schickte Ales Keprta auf den Hügel. Doch der Tscheche erwischte einen schlechten Start: Triple durch Sam Boone, dazu zwei Walks und ein Error und es stand 6:0.

Im fünften Inning wurde es nicht besser: Drei Singles, gefolgt von drei Walks und es stand 10:0. Spätestens jetzt war das Spiel gelaufen. Thomas Bieber und Christian Pfeiffer brachten das Spiel zu Ende, konnten aber die 10-Run-Rule auch nicht verhindern.


HSV Stealers nur mit Split in Berlin

von Michael Kujoth (HSV Stealers)

Die eher enttäuschende Saison der HSV Baseballer setzte sich auch am vergangenen Spieltag beim Tabellenschlusslicht Berlin Sluggers fort. Zwar konnten die Diebe im zweiten Spiel einen überzeugenden 16:0-Erfolg erzielen, mussten sich zuvor aber nach einer mäßigen Leistung mit 3:4 im ersten Spiel geschlagen geben.

Zehn Innings dauerte es, bevor Berlins Centerfielder Benjamin Kleiner mit seinem Two-Out-Single ins Rightfield die erste Partie zu Gunsten der Berliner entschied. Dem Walk-off-Sieg zuvor kam ein spätes Comeback der Gastgeber. Mit wiederum bereits zwei Aus im neunten Inning konnten die Hauptstädter auf ein RBI-Triple von Jakob Buttgereit und ein RBI-Single von Nils Brochwitz das Spiel in letzter Sekunde gegen Relief-Pitcher Daniel Harms ausgleichen.

Damit verschenkten die Stealers eine starke Leistung von René Herlitzius. Der linkshändige Starting Pitcher hielt die Sluggers über sieben Innings bei lediglich vier Hits und einem unearned Run. Aber auch die HSV Baseballer konnten offensiv kaum Akzente setzen und gegen Iwan Galkin in neun Innings lediglich dreimal punkten.

Solcherlei Probleme zeigten sich in der zweite Partie nicht mehr. In fast jedem Inning brachten die Stealers Punkte auf das Scoreboard und erspielten sich bis zum siebten Inning eine 16:0-Führung. Die gegnerischen Schlagleute wurden unterdessen von Justin Staatz dominiert, der im Spielverlauf nur drei Hits abgab und gleichzeitig zwölf Strikeouts für sich verzeichnete, bevor die Partie nach Ten-Run-Rule beendet wurde.

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