Mainz Athletics – Solingen Alligators 4:12 | 6:4
| Spiel 1 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | R | H | E | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
(1-0) |
0 | 0 | 3 | 0 | 1 | 0 | 3 | 0 | 5 | 12 | 8 | 0 | |
(0-1) |
0 | 0 | 0 | 4 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4 | 8 | 2 |
WIN: Hughes, A. (1-0) LOSS: Stahlmann, T. (0-1)
| Spiel 2 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | R | H | E | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
(1-1) |
0 | 1 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2 | 4 | 5 | 2 | |
(1-1) |
0 | 0 | 0 | 1 | 2 | 2 | 1 | 0 | X | 6 | 11 | 1 |
WIN: Haugen, P. (1-0) LOSS: Scholten, J.D. (0-1)
Bericht der Mainz Athletics - Bericht der Solingen Alligators (folgt)
Split für die A’s gegen Solingen
von Dennis Rink (Mainz Athletics)
Die Mainz Athletics haben sich im Play-off-Viertelfinale der Baseball-Bundesliga keine überragende, aber eine solide Ausgangsposition für die Auswärtsspiele bei den Solingen Alligators erarbeitet. Vor rund 600 Zuschauern verloren die A‘s die erste Partie 4:12, gewannen aber das zweite Spiel 6:4. Somit steht es in der „best-of-five“-Serie 1-1.
Plötzlich kann es auf so einem Mound ziemlich einsam werden. Max Doll war nicht zu beneiden, als er beim eigentlich komfortablen Stand von 6:2 im neunten Inning des zweiten Spiels für den erschöpften Pat Haugen aufs Feld kam. Denn der Mainzer Pitcher erwischte einen schwachen Einstand und kassierte zwei Runs zum 4:6. Doll und die Fans wussten, dass die A‘s bei einer weiteren Niederlage kaum noch Chancen auf den Halbfinaleinzug hätten. Dementsprechend groß war die Verantwortung auf den Schultern von Doll. „Der Druck ist nach den Walks natürlich immer größer geworden“, gab das A‘s-Eigengewächs zu. Die Zuschauer spürten die Verunsicherung des jungen Pitchers und unterstützten ihn mit tosendem Applaus. Und plötzlich fing sich Doll, sammelte ein Aus nach dem anderen und dann war es geschafft: Sieg. Das Spiel gewonnen, die Hoffnung auf das Halbfinale lebt. „Natürlich war der Druck groß“, lächelte Doll. „Aber eigentlich habe ich doch den besten Part. Ich kann das Spiel vor den vielen Zuschauern zu Ende bringen.“
Aber nicht nur bei Doll begann auf dem Mound zwischendurch das Zittern. Auch sein Trainer Ulli Wermuth litt auf der Bank mit. „Mir ist mehr als einmal das Herz in die Hose gerutscht“, gestand Wermuth. „Aber Max hat die Situation sehr stark gelöst.“ Mit dem Split war der Coach nur bedingt zufrieden. „Wir hätten schon lieber zwei Siege geholt. Mit dem einen Erfolg müssen wir eben leben“, sagte Wermuth. „Jetzt fahren wir nach Solingen und werden dort die nötigen Siege holen.“ Zu was die Mainzer in der Lage sind, haben sie im zweiten Spiel gezeigt. Angeführt vom starken Pitcher Pat Haugen gewann auch die Offensive der A‘s mehr und mehr Selbstvertrauen und die Grün-Gelben spielten phasenweise richtig guten Baseball. Im vierten Inning drehten sie beim Stand von 0:2 auf und gingen bis zum siebten Spielabschnitt 6:2 in Führung – der Grundstein für den Erfolg.
Das Problem der A‘s liegt allerdings auch nicht in der zweiten, sondern in der ersten Partie. Nach der Verletzung von Jan-Niclas Stöcklin fehlt den Mainzern ein Pitcher, der ein Spiel auch mal alleine entscheiden kann. Tim Stahlmann machte zwar einen ordentlichen Job und bis zum vierten Inning lagen die A‘s nach Homeruns von Mike Larson und Alexander Szalay auch 4:3 in Führung. Nachdem Stahlmann aber vom Mound ging, bekamen die Mainzer Reliefpitcher die Bälle nur so um die Ohren geschlagen und aus einer knappen Begegnung wurde eine richtige Packung für die A‘s. 4:12 hieß es nach neun Innings.
Trotz der Pitchingprobleme ist Wermuth aber zuversichtlich, dass sein Team das Halbfinale erreicht. „Wir sind die bessere Mannschaft und werden das packen.“







