Friday, May. 18, 2012

Solingen Alligators – Mainz Athletics 7:3 | 1:0

Von:

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21. August 2011

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Solingen Alligators – Mainz Athletics 7:3 | 1:0
Spiel 3 1 2 3 4 5 6 7 8 9 R H E
Mainz
(1-2)
2 0 0 1 0 0 0 0 0 3 7 2
Solingen
(2-1)
1 0 0 0 0 4 2 0 X 7 10 1

WIN: Hughes, A. (2-0) LOSS: Stahlmann, T. (0-2)

Spiel 4 1 2 3 4 5 6 7 8 9 R H E
Mainz
(1-3)
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 7 0
Solingen
(3-1)
1 0 0 0 0 0 0 0 X 1 4 1

WIN: Scholten, J.D. (1-1) LOSS: Haugen, P. (1-1)

Chris Beck erzielte den entscheidenden Run zum Halbfinaleinzug der Alligators (Foto: Eisenhuth, G.)

Die Solingen Alligators sind nach zwei Heimsiegen gegen die Mainz Athletics ins Halbfinale eingezogen. Im ersten Spiel führten die Gäste bis ins sechste Inning mit 3:1, ehe die Offensive der Solinger gegen Tim Stahlmann erwachte und selbst mit 5:3 in Führung ging. Zwei weitere Runs folgten im siebten Inning beim 7:3-Sieg der Gastgeber. Im zweiten Spiel wurde der entscheidende Run bereits im ersten Inning erzielt. J.D. Scholten (Solingen) und Pat Haugen (Mainz) lieferten sich ein spannendes Pitcherduell über die kompletten neun Innings. Den Unterschied machte dann Chris Becks Run im ersten Inning auf einen Groundball von Phil Ortez. Die Alligators treffen im Halbfinale auf den amtierenden Meister aus Regensburg.

Bericht der Solingen Alligators - Bericht der Mainz Athletics


Alligators im Halbfinale

von Antje Götze-Römer (Solingen Alligators)

Trotz zweier Siege hatten die Alligators am Samstag nicht alles im Griff (Foto: Eisenhuth, G.)

Was für ein Baseball-Tag aus Solinger Sicht! Der Sommer fiel in diesem Jahr auf den 20. August und bereitete den Freunden des gepflegten Ballsports auf beiden Seiten zunächst einmal eine große Freude. Über 500 Zuschauer fanden sich im Ballpark Weyersberg zusammen, um nach den großen Leiden, die wettertechnisch gesehen alle Baseballer in dieser Saison erdulden mussten, nicht nur zu sehen, wie Petrus eine Hand der Versöhnung reichte, sondern auch um allerbesten Ballsport zu sehen.

Und sie sollten nicht enttäuscht werden. Einem Match, dass mehr von den Offensiv-Leistungen geprägt war und das mit 7:3 für die Solinger zu Ende ging, folgte ein hochklassiges Pitcherduell, dass am Schluss mit einem 1:0 die Viertelfinal-Serie für die Alligators entschied.

Turbulent ging es im ersten Spiel auf den Bases zu (Foto: Eisenhuth, G.)

Spiel 1: Matchwinner Ortez
Im ersten Spiel ging Mainz gleich im ersten Inning in Führung. Solingens Starting Pitcher André Hughes erwischte den schlechtesten aller denkbaren Starts in ein Match mit einem Base-on-Balls an Tony Baker. Max Boldt schlug gleich darauf einen Double. Bei einem Aus holte sich Alex Szalay das RBI und auch Boldt konnte noch scoren, nachdem das Solinger Outfield nach einem Hit von Peter Johannsen den Ball beim Aufnehmen liegen ließ. Der Mann auf dem Mound bei den Athletics, Tim Stahlmann, erging es nicht viel besser. Nach zwei Base-on-Balls zum Start der Partie musste er jedoch nur einen Run zulassen. Chris Beck scorte auf einen Sac-Fly von Phil Ortez.

Die beiden weiteren Innings waren von starken Pitcherleistungen und entsprechender Defensivarbeit beider Teams geprägt. Erst im vierten Inning kam wieder Bewegung aufs Scoreboard. Johannsen gelang ein Single, ein erneuter Fehler beim Aufnehmen des Balls im Outfield ließ ihn auf zweite Base vorrücken. Zwei Schlagleute später erhöhte er auf ein Groundout von Martin Matlacki auf 3:1 aus Mainzer Sicht.

Jens Cornelsen beendete das Spiel als Closer für die Alligators (Foto: Eisenhuth, G.)

Die Wende für die Alligators kam im sechsten Inning. Chris Beck begann mit einem Double. Ein Walk an Buttgereit folgte. Phil Ortez gelang dann der 2-RBI- Double, der den Ausgleich herstellte. Ein Single von Dominik Wulf folgte, ein Walk für Robin Drache ebenfalls. Bei einem Aus traf endlich auch Florian Götze wieder und stellte mit einem RBI-Single die Führung her. Ausgebaut wurde diese noch im gleichen Durchgang durch einen RBI-Single von Lars Szameitpreuß. Nach sechs Innings lautete das Zwischenergebnis 5:3 für die Alligators. Und während André Hughes auf dem Mound sich von Inning zu Inning steigern konnte, war für die Athletics zum Ende des sechsten Durchgangs Stahlmann auf dem Mound von Daniel Klein abgelöst worden.

Nachdem er für das wichtige dritte Aus in diesem aus Mainzer Sicht „Horror-Inning“ gesorgt hatte, erlebte er sein persönliches Waterloo. Durchgang Sieben begann mit einem Single von Moritz Buttgereit, bevor Phil Ortez zum 2-Run- Homerun ausholte und den, wie sich herausstellen sollte, 7:3-Endstand herstellte. Damit war auch der kurze und unglückliche Arbeitstag von Klein beendet und Max Boldt übernahm die Verantwortung auf dem Hügel. Er konnte weiteren Schaden vermeiden. An der Niederlage für die Athletics konnte jedoch auch er nichts mehr ändern.

Spiel 2: Pitcherduell im ersten Inning entschieden

Pat Haugen lieferte sich ein spannendes Duell mit J.D. Scholten (Foto: Eisenhuth, G.)

Am Ende konnte aber nur Scholten jubeln (Foto: Eisenhuth, G.)

Mainz stand nun unter Druck, mussten sie doch auf jeden Fall gewinnen, um wenigsten noch ein fünftes Spiel zu erzwingen. Auf dem Mound gaben sich J.D. Scholten und Pat Haugen die Ehre und beide hatten einen Glanztag erwischt. Ein Pitcherduell vom Feinsten entwickelte sich, ein Spiel ganz nach dem Geschmack des Baseball-Connaisseurs. Die 1:0-Führung gleich im ersten Durchgang sollte so auch das Spiel bereits entscheiden, was natürlich noch niemand im Stadion ahnen konnte. Pat Haugen dürfte wohl seinen Augen kaum getraut haben nach exakt zwei Würfen, die er in diesem Spiel getätigt hatte: zwei Pitches – zwei Hits. Und wieder war es Phil Ortez, der sich das RBI holte und das 0:1 herstellte.

Danach sahen die Zuschauer insgesamt 21 Strikeouts der beiden Hauptakteure in der Defensive, bei nur vier Walks und elf Hits. Wohlgemerkt in der Summe auf beiden Seiten.

Die Solingen Alligators treffen nun im Halbfinale auf den amtierenden deutschen Meister Regensburg. Die ersten beiden Partien finden am Samstag, 27. August, um 13 Uhr in Solingen statt.


A’s im Viertelfinale ausgeschieden

von Dennis Rink (Mainz Athletics)

Die Mainz Athletics sind um Play-off-Viertelfinale um die Deutsche Baseball-Meisterschaft ausgeschieden. Das Team von Trainer Ulli Wermuth verlor bei den Solingen Alligators 3:7 und 0:1 und unterlag somit in der Serie 1-3.

“Ich hatte gedacht, dass wir die bessere Mannschaft sind”, sagt Wermuth. “Ich muss aber vor Solingen meinen Hut ziehen. Sie sind verdient ins Halbfinale eingezogen.” Dennoch ärgerte sich der Trainer über die beiden unnötigen Niederlagen.
Im ersten Spiel führten die A’s bis zum fünften Inning mit 3:1 und zeigten eine solide Vorstellung. Als aber Pitcher Tim Stahlmann langsam müde wurde und sich eine kurze Schwächephase erlaubte, schlug die Offensive der Gastgeber zu und zog auf 6:3 davon. “Wir konnten leider nicht mehr nachlegen, weil wir an der Platte nicht mehr gefährlich geworden sind”, ärgerte sich Wermuth.

Noch knapper ging es allerdings im zweiten Spiel des Tages zu. Gleich im ersten Inning kassierten die Athletics das 0:1 – und dieser eine Punkt sollte am Ende auch schon die Entscheidung bedeuten. Zwar hatte Pitcher Pat Haugen die Offensive der Alligators wie schon in Spiel zwei in Mainz vollkommen im Griff, die Schlagmänner der Mainzer bekamen aber kaum etwas auf die Reihe und produzierten keinen eizigen Run. “Wenn man keine Punkte macht, kann man auch kein Spiel gewinnen”, sagte Wermuth. “Wir haben am Schlag unsere Hausaufgaben nicht gemacht und zu wenig Druck aufgebaut.”
Und so mussten die Athletics wie schon 2008 und 2009 gegen Solingen im Viertelfinale die Segel streichen. “Wir hatten ein verrücktes Jahr und haben stellenweise nur in Gärten oder im Volkspark trainiert”, sagte Wermuth. “Dass wir dennoch die Play-offs erreicht haben, ist ein sehr großer Erfolg für uns. Trotzdem hatten wir das Potenzial, um es ins Halbfinale zu schaffen. Das ist uns aber leider nicht gelungen.”

Die zweite Mannschaft der Mainz Athletics verbuchte in der Zweiten Baseball-Bundesliga indes zwei Siege. Gegen die Heidenheim Heideköpfe gewannen die Grün-Gelben 8:3 und 7:6 und verteidigten den zweiten Tabellenplatz.

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