Friday, May. 18, 2012

Untouchables Paderborn – Haar Disciples 0:3 | 11:1 (7)

Von:

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21. August 2011

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Untouchables Paderborn – Haar Disciples 0:3 | 11:1 (7)
Spiel 1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 R H E
Haar
(1-2)
0 0 0 0 1 1 0 0 1 3 8 1
Paderborn
(2-1)
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1

WIN: Hartkopf, N. (1-0) LOSS: Hinz, D. (0-1)

Spiel 2 1 2 3 4 5 6 7 8 9 R H E
Haar
(1-3)
0 0 0 0 1 0 0 - - 1 4 1
Paderborn
(3-1)
1 1 1 1 4 2 1 - - 11 16 0

WIN: Fields, B.  (2-0) LOSS:  Garcia, P. (0-1)

Die Untouchables Paderborn sind nach einem Split gegen die Haar Disciples ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft eingezogen. Die Gäste aus Haar überraschten die Untouchables im ersten Spiel und konnten dank eines No-Hitters von Pitcher Nils Hartkopf mit 3:0 gewinnen und in der Serie auf 1-2 verkürzen. Im zweiten Spiel waren die Gäste dann wieder chancenlos und mussten sich deutlich mit 1:11 geschlagen geben nachdem die Offensive der U’s endlich erwachte. Auf die Untouchables wartet im Halbfinale der Gewinner des Viertelfinals zwischen den Heidenheim Heideköpfen und Bonn Capitals (Stand 2-2).

Bericht der Untouchables PaderbornBericht der Haar Disciples


Spiel 4 bringt die Entscheidung – Bonn wartet im Halbfinale

von Untouchables Paderborn

Die Paderborn Untouchables sind zum dritten Mal in Folge ins Play-off-Halbfinale der Baseball-Bundesliga eingezogen. Am Samstag reichte der Mannschaft von Stefan Fechtig ein 0:3 und 11:1 über die Haar Disciples. Im Halbfinale treffen die Paderborner nun auf die Bonn Capitals, gegen die in der Gruppenphase drei von vier Partien gewonnen werden konnten.

Die Hausherren wollten nach den beiden Auswärtssiegen in Haar früh den Einzug ins Halbfinale perfekt machen. Daraus wurde zunächst aber nichts. Gegen motivierte Gäste setzte es im ersten Spiel des Tages eine 0:3-Pleite. Die sonst so treffsichere Offensive agierte ungewohnt schwach. “Wir haben alles versucht. Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen”, nahm Stefan Fechtig seine Mannschaft aber in Schutz. Gäste-Pitcher Nils Hartkopf hatte im Ahorn Ballpark über die gesamte Spielzeit alles im Griff. “Wir wussten, wie gut er ist. Allerdings fanden wir keine Mittel”, gab Fechtig zu. Und so half es nur wenig, dass auch U’s-Pitcher Daniel Hinz einen guten Tag erwischte. “Er hat seine Sache sehr gut gemacht. Ausnahmsweise hat ihn diesmal die Offensive im Stich gelassen”, resümierte Fechtig. Den Haar Disciples reichten somit drei Punkte, um den ersten Play-off-Sieg feiern zu können. “Den Erfolg haben sie sich verdient. Sie waren das bessere Team”, gab Fechtig zu.Mehr war für die Gäste allerdings an der Pader nicht zu holen.

Mit Brian Fields auf dem Pitching-Mound bestimmten die U’s aber im vierten Duell von Anfang an das Geschehen. Eine weitere Überraschung lag zu keinem Zeitpunkt in der Luft. “Wir haben nach der Niederlage die richtige Reaktion gezeigt”, lobte Fechtig. In der einseitigen Partie wurde deutlich, dass den Haar Disciples ein zweiter starker Pitcher fehlte. “Am Ende war die Qualität unseres gesamten Kaders ausschlaggebend”, analysierte Fechtig. In der Tat war der Leistungsabfall der Gäste eklatant. Die Gastgeber hingegen feierten mit dem 11:1 nach sieben Innings den nächsten Halbfinaleinzug.

“Wir haben eine gute Entwicklung im Verein genommen. Jetzt wollen wir wieder nach ganz oben”, erklärt der Trainer. Dafür müssen die Paderstädter noch die Hürde Bonn nehmen. Die Caps konnten das entscheidende fünfte Spiel in Heidenheim für sich entscheiden. “Wenn wir an die Leistungen der Ligaspiele anknüpfen können, ziehen wir ins Finale ein”, ist Fechtig optimistisch.

Hartkopf schreibt Geschichte

von Dirk Fries (Haar Disciples)

Die Baseballsaison des Bundesligateams der Haar Disciples ist beendet. Gegen den Nordmeister aus Paderborn war in der ersten Play-off-Runde wie bereits im vergangenen Jahr Endstation. Im Gegensatz zur ersten Teilnahme an der Finalrunde um die Deutsche Meisterschaft allerdings gelang es den Münchnern diesmal, sich mit wenigstens einem Sieg aus der Runde der besten acht Mannschaften Deutschlands und in die Winterpause zu verabschieden .

Spiel 1: Historischer Sieg mit No-Hitter
Rekordverdächtigt war der Sieg im dritten Spiel der Viertelfinalserie gegen Paderborn alleine deshalb, weil es der erste Play-off-Win in der Vereinsgeschichte der Haar Disciples war. Doch darüber hinaus war der Erfolg noch auf andere Art und Weise bedeutsam: Nils Hartkopf, Pitcher der Münchner und erst zu Beginn der Saison aus Solingen nach Süddeutschland gekommen, schaffte historisches. Er absolvierte die komplette Distanz von neun Innings, warf insgesamt 118 Pitches. Er ließ zwei Batter per Walk und einen per Hit-by-pitch auf Base. Aber – und darin liegt die Crux – schaffte es nicht ein einziger Batter der Untouchables mit einem Basehit aufs Kissen! Das umjubelte Resultat: Ein Play-off-No-Hitter.

Ob es eine derartige Meisterleistung in der Geschichte der Baseball-Bundesliga bereits gegeben hat müssen die Statistiker beantworten. Den Untouchables, dem Team das die gesamte Saison den Norden der Republik dominierte und in der regulären Saison nur drei Spiele verlor, eine Niederlage beizubringen, ist schwer genug. Dafür zu sorgen, dass keiner der Batter eine der insgesamt 30 Schlagchancen einen Erfolg verbuchen konnte, ist sensationell. Hartkopf, langjähriger Nationalspieler, trieb die Batter des Meisterschaftskandidaten zur Verzweiflung. Kaum ein Ball konnte hart geschlagen werden, und trafen die U´s doch mal einen satt, entschärfte die sichere Defense der Disciples alles was ins Spiel gebracht wurde.

Hartkopf war ebenfalls an der Entstehung von zwei der drei siegbringenden Runs beteiligt. Gegen Paderborns Daniel Hinz produzierten die Batter der Disciples ihren ersten Run im fünften Abschnitt. Im sechsten war es dann Nils Hartkopf, der Christoph Ziegler zum zwischenzeitlichen 2:0 über die Homeplate brachte. Einen Extrapunkt als Polster erzielte der Pitcher dann im neunten Inning auf einen Schlag von Lukas Steinlein selbst.

Spiel 2: Error bringt frühe Entscheidung
Dass es schwer werden würde die Serie nach dem ersten Wochenende noch auszugleichen, darüber waren sich die Disciples im Klaren. Dennoch ging das Team von Coach Chris Dresel durch den Erfolg in Spiel drei motiviert in die folgende Partie. Der Auftakt aber sollte bereits einen kleinen Dämpfer bereithalten. Eine gute Chance auf Punkte blieb gegen US-Boy Brian Fields ungenutzt, während auf der anderen Seite Paco Garcia Probleme hatte sich auf die kleine Zone des Schiedrichters einzustellen.

Zudem kamen die Batter der Untouchables mit Garcias Pitches besser zurecht als mit Hartkopfs, was zu jeweils einzelnen Runs in den ersten vier Innings führte. Haar wechselte nun Gregor Klinc als Werfer ein, der den Rückstand in Grenzen halten sollte. Zumal Haar gegen Fields immer besser zurecht kam und einen ersten Run verzeichnen konnte. Weitere Chancen vereitelte der für Field gebrachte Eugen Heilmann, doch die Disciples witterten die Chance das Spiel spannend gestalten und den Rückstand verkürzen zu können.

Die Entscheidung aber fiel genau in diese Phase: Im fünften Inning leistete sich die Defense der Disciples einen folgenschweren Fehler. Bei zwei Aus und zwei Läufern aus Base fiel ein Routine-Flyball aus dem Handschuh des Rightfielders. Die U´s nutzten diese Unsicherheit und bauten ihre Führung gnadenlos auf 8:1 aus. Während die Gäste aus Bayern nun die Flinte ins Korn warfen, spulten Defense und Offense der U´s ihr Programm routiniert ab – und konnten im siebten Inning die nötigen Runs für den 11:1-Abbruchsieg erzielen und verdient ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft einziehen.

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