Legionäre und Untouchables 2-0 vorn – HSV siegt, Split in Pulheim, Mannheim mit Personalproblemen
(tkd/wue) Mit einem Tag Verspätung ist die erste Runde in der Best-of-Five-Serie im Halbfinale komplett. Gestern siegten die Untouchables zweimal bei den Bonn Capitals und heute legten die Buchbinder Legionäre den zweiten Sieg gegen die Solingen Alligators nach. Die Legionäre gingen gegen J.D. Scholten früh in Führung und konnten diese bis zum Ende ausbauen und verteidigen. Die Alligators kamen gegen Justin Kuehn erst im fünften Inning durch einen Run von Dominik Wulf auf die Punktetafel, ein weiterer Run im neunten Inning war zu wenig bei der 2:5-Niederlage der Alligators. Bei den Legionären hatte Petr Cech mit zwei RBI den größten Anteil in der Offensivleistung des amtierenden Meisters.
Der Sommer 2011 ist seinem Ruf am Weyersberg wieder gerecht geworden. Aufgrund des schlechten Wetters konnte der erste Pitch erst nach 15 Uhr in Solingen erfolgen. Danach ließen sich die Buchbinder Legionäre die Butter nicht vom Brot nehmen und holten sich den Sieg in Spiel eins. Mike Bolsenbroek dominierte über acht Innings und erlaubte nur drei Hits. Die Offensive unterstützte ihn unter anderem durch Homeruns von Chris Zirzlmeier und Evan LeBlanc kräftig und baute den Vorsprung trotz einer erneuten Regenunterbrechung bis auf 7:0 aus.
Im letzten Abschnitt sollte es Jonathan Eisenhuth bei seiner Rückkehr in seine Heimatstadt zu Ende bringen, machte es aber noch einmal spannend. Unter anderem durch einen folgenschweren Error von Regensburgs Shortstop Matt Vance punkteten die Solinger noch dreimal in der unteren Hälfte des neunten Innings, schafften den Ausgleich gegen den eingewechselten Boris Bokaj aber nicht mehr. Andre Hughes musste die Niederlage hinnehmen. Spiel zwei findet aufgrund des verspäteten Beginns am Sonntag um 11:30 Uhr statt.
In der Bonner Rheinaue konnte regulär gespielt werden. In der ersten Begegnung setzten sich die Untouchables Paderborn mit 3:1 gegen die Capitals durch in einem Duell, das vor allem von den Nationalmannschaftskollegen Tim Henkenjohann und Eugen Heilmann geprägt wurde. Den längeren Atem hatte dann Heilmann der die Bonn Capitals bis ins achte Inning zu Null hielt, während Henkenjohann vom sechsten bis achten Inning jeweils einen Run einstecken musste. Bis dahin hatten beide Pitcher mehrfach den Kopf so gerade noch aus der Schlinge ziehen können. Highlight dabei war das Tripleplay der Untouchables im zweiten Inning, das eine frühzeitige Führung der Capitals verhinderte. Mitch Franke, Matt Martin und Sascha Brockmeyer erzielten die Runs für Paderborn, Chris Nsien den für Bonn.
In der zweiten Partie sah es lange so aus, als ob die Caps den Spieß umdrehen und in der Serie ausgleichen könnten. Nachdem sie unter anderem durch einen 2-Run-Homerun von Bradley Roper-Hubert in Führung gingen, lagen sie Ende des achten Innings noch mit 4:2 in Front. Doch ein 2-Run-Single von Octavio Medina sowie ein RBI-Single von Sascha Brockmeyer sorgten für das Comeback der Untouchables, die am Ende mit 5:4 gewannen und nun nur noch einen Sieg für den Einzug ins Finale um die Deutsche Meisterschaft benötigen.
In den Playdowns lieferten sich die Teams im Norden hart umkämpfte Duelle. Der HSV setzte sich bei den Dohren Wild Farmers zweimal durch (15:10 und 1:0). Im zweiten Spiel gewannen die Stealers in einem wahren Pitcherduell zwischen Justin Staatz und Garrett Rogers mit 1:0 in zehn Innings. In Pulheim erkämpften sich die Pulheim Gophers nach einer 7:19-Auftaktpleite dank eines 5:4-Sieges zumindest einen Split im Kellerduell gegen die Berlin Sluggers. Im Süden litten die Mannheim Tornados unter Personalnot. Mit nur neun Mann angereist, reichte es im ersten Spiel noch zu einem 10:6-Sieg. Doch eine Verletzung im ersten Inning des zweiten Spiels beendete den Spieltag vorzeitig für die Tornados und brachte den Gauting Indians einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf.







