Vorbericht Bundesliga Halbfinale: Matchball für Nord- und Süd-Meister
(tkd) In der 1. Baseball-Bundesliga nähern sich die Play-offs ihrem Höhepunkt. Spätestens am Sonntagabend stehen die Teilnehmer der Finalserie um die deutsche Meisterschaft fest. Vieles deutet auf ein Duell zwischen dem Nord- und Südmeister hin. Das Duell zwischen Paderborn und Regensburg wäre das erste Finalduell der jeweiligen Meister der regulären Saison seit 2006.
Doch zuvor müssen die Buchbinder Legionäre Regensburg und die Untouchables Paderborn den sich bietenden Matchball noch verwandeln. Beide Teams führen nach der Hinserie mit 2-0 und brauchen vor heimischer Kulisse nur noch einen Sieg zum Finaleinzug.
Buchbinder Legionäre Regensburg
Solingen Alligators
Samstag, 13 Uhr (Stand 2-0)
Es ist Play-off-Zeit in der Armin-Wolf-Arena und wieder droht den Fans an der Donau nur ein Heimspiel in der Best-of-Five-Serie. Nach den spannenden Regenduellen am Solinger Weyersberg führen die Buchbinder Legionäre Regensburg mit 2-0 gegen die Solingen Alligators.
Damit steht das Team von David Tuizer mit dem Rücken zur Wand und es droht das fünfte Scheitern im Halbfinale in Folge. Die Alligators konnten seit ihrem Triumph 2006 nicht mehr ins Finale um die deutsche Meisterschaft einziehen. Die beiden Starting Pitcher André Hughes und J.D. Scholten bleiben gesetzt, denn am Pitching lag es vergangene Woche nicht. Es liegt eher an der Offensive, die gegen das stärkere Pitching in den Play-offs noch nicht zu ihrem Rhythmus gefunden hat, Ausnahme ist Chris Beck, der als einziger einen Batting-Average über 0.300 hat. Für ein mögliches fünftes Spiel wäre Jens Cornelsen die wahrscheinlichste Alternative, so lange er nicht schon vorher bei der Aufholjagd gebraucht wird.
Mit Mike Bolsenbroek, Boris Bokaj, Philipp Hoffschild und Justin Kuehn kann Trainer Martin Helmig auch einem eher unwahrscheinlichem fünften Spiel beruhigt entgegenblicken. Bolsenbroek wird wohl den Start im ersten Spiel bekommen, um den Finaleinzug möglichst schnell zu sichern. Kuehn wäre der Starter in Spiel vier. Neben Bokaj und Hoffschild steht auch der junge Jonathan Eisenhuth im Bullpen bereit. Anders als die Offensive der Gäste fühlen sich die Schlagleute von Helmig pudelwohl in den Play-offs. Beim Team-Batting-Average liegen die Legionäre mit 0.331 deutlich vor den Alligators mit 0.200. Am Weyersberg standen 21 Hits der Legionäre nur zehn Hits der Solinger gegenüber.
TIPP: Legionäre in drei Spielen ins Finale, oder eventuell in vier
Untouchables Paderborn
Bonn Capitals
Samstag, 13 Uhr (Stand 2-0)
Die Untouchables Paderborn stehen kurz vor dem ersten Finaleinzug seit dem letzten Gewinn der deutschen Meisterschaft 2005. Für die Bonn Capitals droht hingegen das Aus nach nur drei Spielen nachdem man sich erstmals seit zwölf Jahren für das Halbfinale qualifizieren konnte.
Dabei spielt für Trainer Mirko Heid vor allem das Verletzungspech eine entscheidende Rolle. Moritz Sckaer war im Viertelfinale noch der gefeierte Held in der spannenden Best-of-Five-Serie gegen die Heideköpfe, doch der Nationalpitcher fehlte verletzt in der Rheinaue und wird auch dieses Wochenende nicht einsatzbereit sein. Doch gerade im zweiten Spiel zeigte sich wie wichtig ein erfahrener Reliever ist, als sich die Untouchables im neunten Inning auf den starken Bryce Schoening eingestellt hatten und die Partie mit drei Runs drehten. Damit Schoening sich revanchieren kann, müsste zuerst Tim Henkenjohann seine Leistung wiederholen und diesmal auf einen etwas schwächeren Eugen Heilmann hoffen. Beide lieferten sich ein sehenswertes Pitcherduell ehe die Untouchables mit drei Runs in den letzten vier Innings davonziehen konnten. Denn die Bonner Offensive fand gegen Heilmann kaum ins Spiel und kam nur auf einen Run.
Untouchables Coach Stefan Fechtig kann sich auch in den Play-offs auf seine überragende Pitching-Rotation verlassen. Eugen Heilmann und Brian Fields haben ihre Form aus der regulären Saison in die Play-offs gerettet und auch Daniel Hinz zeigte bisher ansprechende Leistungen. Offensiv liegen die Untouchables in den Play-offs sogar noch vor den Legionären in den Statistiken und auch in der Rheinaue dominierten die Gäste mit 24 Hits gegenüber 15 Hits der Gastgeber. Nach dem No-Hitter von Nils Hartkopf sind die Untouchables auch vorgewarnt und werden die Spiele trotz der deutlichen Führung nicht auf die leichte Schulter nehmen, um so einem Duell mit Schoening aus dem Weg zu gehen. Denn gegen den Amerikaner setzte es in der regulären Saison die erste Saisonniederlage und auch im zweiten Duell konnte man sich nur knapp mit 3:2 durchsetzen.
TIPP: Paderborn in drei, sonst klappt es erst am Sonntag bei Spiel fünf.








