Vorbericht Bundesliga Finale: Buchbinder Legionäre und Untouchables kämpfen um Titel
(wue) Am Samstag um 13 Uhr beginnt die Best-of-Five-Serie zwischen den Buchbinder Legionären Regensburg und den Untouchables Paderborn, die über die Vergabe des deutschen Meistertitels in der 1. Baseball-Bundesliga entscheiden wird. Die Partien eins und zwei finden an diesem Wochenende in der Regensburger Armin-Wolf-Arena statt. Danach geht es für die Spiele drei und eventuell vier nach Paderborn in den Ahorn-Sportpark. Eine entscheidende fünfte Begegnung würde erneut in Regensburg ausgetragen.
Buchbinder Legionäre Regensburg
Untouchables Paderborn
Spiel 1: Samstag, 13 Uhr
Spiel 2: Sonntag, 13 Uhr
Sowohl die Buchbinder Legionären Regensburg als auch die Untouchables Paderborn haben schon Meistertitel auf dem Konto. Regensburg feierte 2008 und 2010, während die U’s zwischen 1999 und 2005 insgesamt sechsmal die Trophäe in die Höhe recken durften.
Wie sah der Weg ins Finale für die beiden Teams aus? Am Ende der regulären Saison standen beide jeweils auf Platz eins. Paderborn gewann 25 der 28 Spiele und sicherte sich so die Nordmeisterschaft for den Solingen Alligators und Bonn Capitals. Die Buchbinder Legionäre agierten ähnlich souverän, siegten in 21 der 24 Partien und holten sich den Süd-Titel vor den Heidenheim Heideköpfen und den Mainz Athletics.
In den Play-offs mussten sich die U’s mit den Haar Disciples und Bonn Capitals auseinandersetzen. Dabei siegten sie jeweils in vier Spielen. Nach zwei Siegen auswärts, mussten sie sich jeweils in Spiel drei geschlagen geben. Regensburg kam ohne Niederlage aus und feierte Sweeps gegen die Dortmund Wanderers und Solingen Alligators. Allerdings musste ein Walk-Off-Hit her, um das Halbfinale ungeschlagen zu überstehen.
In der Offensive konnten die Untouchables während der regulären Saison 266 Runs erzielen. Als Team schlugen sie .340 mit einer On-Base-Percentage (OBP) von .442 und einer Slugging Percentage (SLG) von .472. Zwölf Homeruns, 16 Triples, 56 Doubles und 95 Stolen Bases standen zu Buche bei 168 Walks und 111 Strikeouts.
Ähnlich dominant agierten die Buchbinder Legionäre im Süden. 212 Runs konnten sie auf die Scoreboards der Bundesrepublik bringen und dies bei einem Schlagdurchschnitt von .343 (OBP .429/SLG .467). Ursache dafür waren unter anderem zwölf Homeruns, sieben Triples, 53 Doubles, 61 Stolen Bases, 110 Base on Balls und 122 Strikeouts.
Und auch beim Pitching lagen beide Teams in ihren Ligen vorn. Die Regensburger dominierten mit einem Team-ERA von 2.58. Ihre Leute auf dem Mound erlaubten 162 Hits, 78 Runs (58 ER) und 94 Walks in 202 Innings. Dabei gelangen ihnen 195 Strikeouts. Die Paderborner Werfer-Garde konnte gar einen Team-ERA von 2.15 aufweisen. Sie ließen nur 71 Runs (56 ER) durch 166 Hits und 85 Base on Balls in 234 Innings zu. Dazu kamen 229 Strikeouts.
Im Finale werden die Untouchables wie auch im Rest der Saison als Pitcher vor allem auf Eugen Heilmann (9-0, ERA 2.12), Brian Fields (9-2, ERA 2.23) und Daniel Hinz (6-0, ERA 1.81) setzen. Auf Seiten der Regensburger werden Mike Bolsenbroek (6-0, ERA 1.57), Justin Kuehn (4-1, ERA 3.79), Boris Bokaj (5-0, ERA 3.12) und Philipp Hoffschild (5-2, ERA 1.83) wie üblich die Mehrzahl der Innings auf dem Mound abreißen.
Die Buchbinder Legionäre bekommen für die Endspielserie noch prominente Unterstützung. Outfielder Max Kepler-Rozycki ist nach abgeschlossener Minor-League-Saison nach Deutschland zurückgekehrt und wird das Team unterstützen, wo er sich im Winter fit hält. Bei den Elizabethton Twins in der Appalachian League schlug er .262 (OBP .347/SLG .366) mit einem Homerun, drei Triples, elf Doubles, 29 Runs und 24 RBI in 50 Spielen.
Die Zahlen versprechen ein spannendes Finale um die Deutsche Baseball-Meisterschaft. Seit 2007 ging jede Serie über die volle Distanz von fünf Spielen und sorgte bei Beteiligten wie auch Fans für Gänsehaut angesichts der Spannung. So soll es auch in diesem Jahr sein. Wer es nicht nach Regensburg oder Paderborn schafft, der kann die Serie bei Pointstreak via Liveticker mit verfolgen.
TIPP: Die Buchbinder Legionäre nutzen den Heimvorteil für zwei Siege am ersten Final-Wochenende









