Niedersachenmeister Braunschweig 2015

Spot Up 89ers sind Niedersachenmeister – Aufstieg Regionalliga

Die Spot Up 89ers haben es geschafft. Lange Zeit sah es nicht danach aus, nachdem die Dohren Wild Farmers die Liga dominiert hatten. Jetzt ist es ein Fotofinish geworden. Am letzten Spieltag mussten die Braunschweiger gegen die Lüneburg Woodlarks beide Spiele gewinnen, um mit den Wild Farmers gleich zu ziehen. Im direkten Vergleich waren beide Mannschaften auch gleich auf. Nun musste der Rechenschieber gezückt werden. Am Ende konnten die Spot Up 89ers mehr Punkte (Runs) erzielen und sichern sich die Niedersachenmeisterschaft.

Die Lüneburg Woodlarks legten den 89ers am letzten Spieltag einige Steine in den Weg. In einem langen ersten Spiel konnten sich dann aber die Löwenstädter mit 17:10 durchsetzen. Die zweite Partie stand lange auf der Kippe und die 89ers mussten bis zum letzten Aus zittern. Am Ende holten sie mit 8:6 den Titel nach Braunschweig.

Im ersten Spiel zeigten die Woodlarks schon von Beginn an, dass sie den 89ers nichts schenken werden. Sören Lückhoff und Moritz Stache kamen per Single auf Base. Pitcher der Spot Up 89ers, Marvin Freise, kam jedoch unbeschadet aus dem Inning, da seine Defensive mit einem Triple-Play die Offensive der Gäste stoppte. Der Linedrive von Marco Stöber wurde vom Shortstop der 89ers Timm Strübing direkt aus der Luft gefangen. Strübing warf den Ball sofort zur ersten Base, an die der Läufer nicht mehr rechtzeitig zurückkam. First-Baseman Remko Ahrens sah, dass die Woodlarks ihren Läufer von der dritten Base nach Hause schicken und warf den Ball zum Catcher, Dominic Stripling, der wurde vom Läufer der Woodlarks absichtlich umgelaufen und sofort vom Schiedsrichter für die Unsportlichkeit Aus gegeben.

Jetzt waren die Spot Up 89ers in der Offensive. Der Pitcher der Lüneburger, Heinz Bergmann, erwischte einen schlechten Start. Er gab fünf Hits ab, einen Walk und warf einen Schlagmann der 89ers ab. Am Ende des ersten Spielabschnitts konnten die 89ers somit mit 5:0 in Führung gehen.

Im dritten Inning musste Freise, Pitcher der 89ers, drei Punkte der Gäste hinnehmen. (7:4) und konnte das Spiel für die Braunschweiger nicht fortsetzten. Der Schlag von Johnny Mücke direkt zu ihm zurück konnte Freise nicht fangen und wurde vom Ball im Gesicht getroffen. Der abgefälschte Ball wurde von Strübing noch rechtzeitig zur ersten Base geworfen und das Inning damit beendet. Sven Grünert wurde für Freise eingewechselt und sollte weiter pitchen.

Offensiv hörten die Spot Up 89ers trotz des Schocks nicht auf zu punkten. Bei bereits zwei Aus füllten die 89ers die Bases durch Hits von Stefan Biertümpel, Stripling und Daniel Varvuccio. Beim Stand von 9:4 zimmerte Ahrens den Ball knapp am Homerun vorbei an den Rightfieldzaun und sorgte für die 10:4 Führung.

Im vierten Inning wurde das Spiel entschieden. Die Lüneburger wechselten ihren Werfer und Lückhoff pitchte weiter. Der hatte große Kontrollprobleme und musste weitere fünf Punkte der Spot Up 89ers hinnehmen. (15:5) Im fünften Inning setzten die Woodlarks alles daran ein vorzeitiges Spielende zu verhindern. Mit einem schönen Bunt gelang es ihnen den nötigen Punkt zu erzielen und sogar noch mehr. Sie verkürzten auf 15:8. Die 89ers mussten erneut mit einem Pitcherwechsel reagieren. Timm Strübing sollte das Spiel zu Ende bringen. Die Woodlarks ließen bis zum Schluss nicht locker und konnten immer wieder Nadelstiche setzten. Am Ende siegten die Spot Up 89ers mit 17:10 doch deutlich und hatten den ersten Schritt in Richtung Meisterschaft getan.

Jetzt wurde es ernst und im zweiten Spiel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Defensive der 89ers stand nicht so sicher und die Woodlarks konnten durch einen Fehler der 89ers im ersten Inning mit 0:1 in Führung gehen. Im Gegenzug gelang den 89ers gegen den Pitcher der Gäste, Immo Bergmann zu Beginn nicht viel. Im zweiten Inning ließ aber auch Sebastian Howen, Pitcher der Spot Up 89ers, keinen Punkt zu und die 89ers witterten ihre Chance. Marco Failla war in dem Spiel der Garant für die wichtigen Hits. Er kam als erster auf Base und konnte auf den Hit von Biertümpel das Spiel ausgleichen. Howen kam per Walk auf Base und und nach einem Wild Pitch standen Läufer der 89ers auf der zweiten und dritten Base. Marvin Voigt’s perfekter Schlag die Rightfieldlinie entlang brachte die Braunschweiger mit 3:1 in Front. Die Gäste zeigten Nerven und ließen Fehler zu, so dass Voigt den Spielstand auf 4:1 ausbauen konnte.

Im dritten Inning sah es anfangs richtig gut aus. Die 89ers hatten bereits zwei Aus kamen aber nicht aus dem Spielabschnitt. Zwei Fehler ließen den Abstand auf 4:3 schmelzen. Im Gegenzug konnten die 89ers auch zwei Punkte nachlegen. Ahrens der wohl in der Spielzeit wichtigste Spieler der 89er kam per Single auf Base. Failla schlug ebenfalls einen Single. Christopher Mason beförderte den Ball ins Outfield und Ahrens konnte locker punkten. Mason versuchte weiter bis zur zweiten Base zu laufen und konnte Aus geworfen werden. Durch den Spielzug an der zweiten Base gelang es Failla zum 6:3 zu punkten.

Im vierten Inning verkürzten die Lüneburger durch den Opferflugball von Marc Hoffmann auf 6:4. Aber auch dieses Inning entschieden die 89ers für sich. Ahrens (2B) und Failla, der in diesem Spiel 3-4 Schlagchancen nutzte, sorgten für zwei weiter Punkte und einen Spielstand von 8:4.

Im fünften und sechsten Inning konnten die 89ers keine Punkte erzielen und es wurde nochmal eng. Ein weiterer Sac-Fly des Lüneburgers Leon Sarnes im fünften Inning brachte das 8:5. Im sechsten Inning brachte ein weiter Flugball von Immo Bergmann Mücke nach Hause. Bergmann, der dachte das der Ball weit genug sei joggte nur locker zu ersten Base und die Defensive konnte ohne Druck den Ball locker ins Infield werfen und schlimmeres verhindern, nachdem Failla einen leichten Flugball im Centerfield aus der Luft fing und das sechste Inning beendete.

Im letzten Inning beim Spielstand von 8:6 ließen die Spot Up 89ers keine Punkte mehr zu. Die jeder Zeit gefährlichen Schlagleute der Woodlarks mussten sich am Ende knapp geschlagen geben, nachdem Sven Grünert mit seinem Wurf von der Second-Base das letzte Aus erzielte und somit die Niedersachsenmeisterschaft für die Spot Up 89ers entschied.

 

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