Viele Veränderungen bei den Dohren Wild Farmers

Bei den Dohren Wild Farmers hat sich über den Winter einiges getan. Text: Kirsten Dallmann, Dohren Wild Farmers

Jared Ney verlängert um ein weiteres Jahr.

Nachdem bereits Caleb Fenimore im Oktober seinen Vertrag bei den Wild Farmers verlängert hatte, konnte man sich auch mit Jared Ney einigen, sodass der Kalifornier ab März wieder in der Nordheide sein wird. Jared Ney hatte einen großen Anteil am Erfolg im Jahr 2016. Jared hatte die meisten Siege in der gesamten zweiten Bundesliga Nord und warf auch die meisten Innings von allen Pitchern dieses Jahr. Was Jared aber besonders attraktiv als Spieler macht, ist, dass er auch vielseitig im Feld einsetzbar und am Schlag immer gefährlich ist. 
Dieses Jahr hatte Jared auch die meisten RBIs der gesamten Liga, das bedeutet, dass durch seine Schläge die meisten Punkte für die Wild Farmers reingekommen sind. Nach anfänglichen Problemen hat sich Jared sehr gut in die Mannschaft integriert und sich, wie schon Caleb, in die Gemeinschaft in Dohren verliebt. 
Jared freut sich sehr darüber, dass er auch nächstes Jahr wieder in Dohren spielen darf: „Ich komme nach Dohren zurück, weil ich mich in diese tolle Gemeinschaft verliebt habe. Der Baseball-Verein, der vom ganzen Dorf unterstütz wird, macht es so besonders, in Dohren zu spielen“, erklärte Ney, warum er unbedingt nach Dohren zurück wollte. Im Ausblick für die neue Saison erzählte er: „Dass ich dem Team helfen konnte, die zweite Meisterschaft in Folge zu gewinnen, macht mich sehr stolz, und jetzt will ich dem Team helfen, in der ersten Liga frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern. Und vielleicht erreichen wir ja sogar etwas mehr. Ich möchte mich besonders beim ganzen SV Dohren bedanken, bei meinen Mitspielern, bei Familie Biermann und bei meinem neuen Trainer, dass sie mir das Vertrauen schenken und mir die Chance geben, auch in der ersten Bundesliga für die Wild Farmers zu spielen.“ 
„Mich freut es sehr, dass Jared nächstes Jahr wieder nach Dohren kommt. Ich habe Jared nur kurz kennenlernen dürfen, aber ich denke, er ist ein sehr guter und vor allem vielseitiger Baseballspieler, der uns eine Menge Möglichkeiten gibt, Spiele zu gewinnen“, so der neue Dohrener Coach David Wohlgemuth. 
Die Wild Farmers freuen sich sehr, dass auch Jared Ney wieder nach Dohren zurück kommen will und wird. Welcome back on board, Mr. Ney!

Oliver Thieben zurück in Dohren

Nach vier Jahren kommt Oliver Thieben zurück zu den Dohren Wild Farmers.  Nachdem er seine Jugend in Dohren und Regensburg verbracht hatte, wechselte er 2015 zu den Regents und war dort einer der Leistungsträger im Bundesligateam. Oliver war unter den fünf besten Schlagleuten (Schlagdurchschnitt) und in der Kategorie „unter21“ hat er sogar die Bundesliga Nord angeführt.
Wir haben Oli ein paar Fragen zur seiner Rückkehr gestellt.
WF: Oli, erste Frage: Wie fühlt es sich an, wieder in der Heimat zu spielen?
Oli: Bis jetzt bin ich super zufrieden und gehe mit einem guten Gefühl in die Vorbereitung der Saison! Auch wenn ich die letzten Jahre für andere Vereine in Deutschland gespielt habe, nehmen die Jungs mich wieder super auf. Ich hatte sofort das Gefühl, als wäre ich nie weg gewesen, und denke auch von dem, was ich so mitbekomme, dass zumindest die meisten sich auch darüber freuen, dass ich wieder Dohrens Trikot trage.
WF: Du hast letztes Jahr beim Allstar Game mitgespielt, wie war diese Erfahrung für Dich?
Oli: Erstmal vorab für alle, die mit diesem Begriff nichts anfangen können. Das Allstar Game ist ein Spiel zwischen der deutschen Herren-Nationalmannschaft und den Bundesliga Allstars. Das Allstar-Team setzt sich aus den besten Spielern aus allen deutschen Teams zusammen, egal ob Deutscher oder Ausländer, und ich hatte die Ehre, als einer davon nominiert zu werden. Anfangs war ich etwas skeptisch und hatte das Gefühl, mit 18 Jahren ein wenig unterzugehen gegen die Elite des Landes, aber sobald es auf den Platz ging, war ich heiß aufs Spiel und wollte 100% bringen. Alles in allem waren es zwei gelungene Tage mit sehr viel Spaß und Baseball auf hohem Level.
WF: Am Ende des Jahres warst du mit der U23-Nationalmannschaft in Spanien. Weißt du schon, wie es da für Dich weitergeht?
Oli: Leider nicht. Ich werde mich auf meine anstehende Saison konzentrieren und versuchen, durch Leistung weiterhin als Kandidat für die U23-Nationalmannschaft zur Debatte zu stehen.
WF: Du bist 2013 von Dohren nach Regensburg gewechselt. Wie war da das Leben? Welche Erfahrungen hast du gesammelt?
Oli: Es war wirklich ein Unterschied wie Tag und Nacht. Das Sportinternat Regensburg leistet bei der Förderung von jungen Baseballern wirklich einzigartige Arbeit. Der größte Unterschied ist die Professionalität des Clubs. Sie haben viele hauptberufliche Coaches, die schon auf der ganzen Welt Baseball gespielt haben. Ihr Wissen als junger Spieler erleben zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes. Ein weiterer großer Unterschied waren die Trainingsmöglichkeiten, die man dort hatte. Alles war darauf abgestimmt, dass die Athleten so gut, wie es geht, dem professionellen und individuell abgestimmten Trainingsplan nachgehen konnten. Außerdem ermöglichte das Internat viele Reisen in andere Länder, wo wir uns mit unserem Team auf teilweise internationaler Ebene messen konnten. Somit hatten wir die Möglichkeit, auf einem viel höheren Niveau als Spieler zu reifen und besser zu werden. Es waren natürlich Erfahrungen auf und neben dem Platz, die ich nicht vergessen werde und die mich als Spieler aber auch als Mensch geprägt haben. Ohne meine Ausbildung im Internat wäre ich heute nicht dort, wo ich jetzt bin als Baseballer. Allerdings ebenfalls zu erwähnen an der Stelle ist das Nachwuchstraining der Dohrener damals wie heute, das es mir überhaupt ermöglichte, auf das Internat gehen zu können, da nur ausgewählte Spieler Teil des Programm werden können.
WF: Jetzt bist du wieder in Dohren. Wie kam es, dass du von Hannover nach Dohren gewechselt bist?
Oli: Der hauptsächliche Grund war, dass der Coach seinen Rücktritt bekannt gab und ich deswegen zu wenig Perspektive für den Verein gesehen habe. Bekanntlich ist David Wohlgemuth nun Trainer der Dohren Wild Farmers, und er kam nach dem Rücktritt sofort auf mich zu und sagte, egal, wo er zukünftig Trainer sein wird, ich hätte bei ihm immer einen Platz, und er würde versuchen, das Beste für mich rauszuholen. Das ist natürlich ein riesiger Vertrauensbeweis und darüber hinaus haben wir generell ein sehr gutes Verhältnis auch abseits des Platzes. Er stellte mir sein Konzept als Trainer der Dohrener vor, und mir gefiel der Plan, den er für die nächsten Jahre hat, und aus diesem Grund bin ich nun wieder zu Hause.
WF: Du hast ja eine sehr ordentliche Saison gespielt. Gab es noch andere Anfragen/Angebote?
Oli: Ja die gab es definitiv. Da ich ja auch noch recht jung bin, hat es mich natürlich sehr gefreut, dass ich nach 1,5 Jahren Baseball-Bundesliga zwischen mehreren Clubs entscheiden konnte. Allerdings war ich viel unterwegs die letzten Jahre und wenig zu Hause, deswegen hat es mich besonders gefreut, dass auch mein Heimatclub Interesse gezeigt hat.
WF: Worauf freust du dich am meisten, wenn Du diese Saison wieder das Wild-Farmers-Trikot überziehst?
Oli: Ich freue mich am meisten darauf, den Leuten, die mich lange nicht haben spielen sehen, zu zeigen, wie ich mich entwickelt habe, und meinen neuen alten Teammates zu helfen, eine hoffentlich erfolgreiche Saison zu spielen. Allerdings sind es nicht nur Mitspieler, sondern auch Freunde, und aus diesem Grund freue ich mich auch wahnsinnig auf die Zeit, die wir neben dem Feld nach hoffentlich siegreichen Spielen haben werden! Der Teamgeist bzw. der Zusammenhalt der Spieler kann gerade im Baseball manchmal zwischen Sieg und Niederlage entscheiden. In Dohren ist das, denke ich, etwas, was das Team ausmacht, und deswegen freue ich mich generell darauf, Teil des Teams zu sein.
WF: Was sind deine Ziele für diese Saison?
Oli: Da muss ich zwischen generellen und persönlichen Zielen unterscheiden. Meine generellen Ziele für die Saison sind, alles aus jedem Spiel rauszuholen als Spieler und als Team. Als Aufsteiger sind dies Eigenschaften, die man benötigt, um sich gut zu verkaufen und erfolgreich zu werden. Baseball ist ein Spiel, wo du vorher nicht sicher sagen kannst, wer das Spiel gewinnen wird, egal wie gut oder schlecht ein Team auf dem Papier scheinen mag. Deswegen möchte ich das zusammen mit dem Team nutzen und für die ein oder andere Überraschung sorgen.
Persönlich wünsche ich mir natürlich eine gute Saison als Spieler, um mich somit zum Beispiel auch wieder für die Nationalmannschaft interessant zu machen. Allerdings hoffe ebenfalls, dass es mir gelingt, dem Verein zu zeigen, dass sich die Bemühungen um mich gelohnt haben und es die richtige Entscheidung war.

Fabrizio Cagliani wechselt von den Hannover Regents zu den Wild Farmers

Fabrizio CaglianiDer 20-Jähriger Fabrizio Cagliani trägt ab dieser Saison das Trikot der Dohren Wild Farmers. Nachdem der Wechsel von Oliver Thieben letzte Woche bekannt gegeben werden konnten, ist nun auch der Wechsel seines alten WG Partners offiziell.
WF: Hallo Fabi. Du bist wie Oli auch von Hannover nach Dohren gewechselt. Wo lagen deine Gründe?
Fabi: Nun, für meine Entscheidung, nach Dohren zu wechseln, gibt es zwei Gründe. Zum einen gab es ja den Trainerwechsel von David Wohlgemuth nach Dohren, durch diesen und die Wechselentscheidung von Oliver sah ich keine großen Perspektive für mich in Hannover zu bleiben. Das Konzept von Dohren reizte mich, und die Chance, mit diesem Team in der ersten Liga etwas zu bewegen, waren ein Hauptgrund für mich. Dohren lebt für Baseball. Das Flair Dohrens und diese Einstellung gegenüber Baseball passen zu mir, und ich bin mehr als froh, hier zu sein. Des Weiteren tat sich für mich die Chance auf, bei unserem jetzigen Trikotsponsor Ankerkraut eine Ausbildung zu beginnen. Die Kombination, in Dohren zu spielen, zu leben und nebenbei eine Ausbildung zu machen, ist natürlich perfekt.
WF: Kannst du uns etwas zu deiner bisherigen Baseballlaufbahn erzählen?
Fabi: Ich habe in Bremen angefangen, Baseball zu spielen. Dort pitchte ich für die 1. Herren für zwei Jahre in der 2. Bundesliga. Danach spielte ich dann für zwei Jahre bei den Hannover Regents. Mit der 1. Herren in der 1. Bundesliga und mit der 2. Herren in der Regionalliga bzw. in der 2. Bundesliga.
WF: Welche Chancen malst du dir für 2017 mit den Wild Farmers aus?
Fabi: Wir sind ein neu gemischtes Team, viele neue und auch alte Teammates. Ich denke, dass wir etwas bewegen können in der ersten Liga. Wir besitzen individuelle Klasse, aber auch die Chemie im Team ist einzigartig. Man sieht jetzt in der Vorbereitung schon, wie eng wir zu einander stehen und dass wir ein wirkliches Team sind. Wir wollen die großen Teams ärgern und für die eine oder andere Überraschung sorgen.
WF: Du bist Pitcher, was sind da deine persönlichen Ziele für die anstehende Saison?
Fabi: Ich muss kämpfen. Wir haben diese Saison einen breiten Kader. Durch die Rückkehr von Jared ist ein weiterer starker Pitcher im Team, da wird es für mich umso schwerer. Klar wünsche ich mir einen festen Platz im Team als Pitcher, doch dafür muss und will ich hart an mir arbeiten und zeigen, was in mir steckt.
„Mit Fabrizio haben wir einen guten jungen Pitcher mit Bundesligaerfahrung dazu bekommen. Ich freu mich, dass er hier eine tolle Unterkunft gefunden hat und einen super Ausbildungsplatz. Fabi passt auch neben dem Platz sehr gut zu den Wild Farmers. Er sogt für gute Stimmung im Dugout, ist sehr hilfsbereit und hat immer ein offenes Ohr für seine Mitspieler.“ so David Wohlgemuth über den neuen Pitcher.

Jannis Wedemeyer kehrt zurück

Jannis WeemeyerDer nächster verlorene Sohn kommt zurück in die Nordheide. Das damalige Catcher Talent ist nun schon seit einigen Jahren ein bekannter Pitcher in der ersten Bundesliga und durfte unter anderem auch schon mal bei der Nationalmannschaft mittrainieren und war der starting Pitcher beim Bundesliga All-Star Game 2015 in Mannheim.
Auch Jannis konnten wir am Wochenende ein paar Fragen stellen.
Woher kommt eigentlich der Spitzname „Bifi“?
Die Frage wird mir sehr häufig gestellt, allerdings weiß ich selbst nicht wie genau der Name entstanden ist. Den Spitznamen trage ich aber schon seit meinen ersten Baseballjahren und ich glaube einige in Dohren wissen nicht mal wie ich mit richtigem Namen heiße (lacht). Vielleicht sollte ich anfangen im Schülerkader von 2005 zu recherchieren wie der Name tatsächlich zustande gekommen ist, um diese Frage vernünftig beantworten zu  können.
Mit dir kommt ein weiterer ehemaliger Wild Farmer zurück in die Heimat. Erzähle uns kurz, weswegen du nach der Saison 2014 Dohren verlassen hast und was du baseballerisch in der Zwischenzeit gemacht hast.
Ich bin 2014 aus beruflichen Gründen nach Braunschweig gezogen und habe mich mit der Frage beschäftigt wie ich in Zukunft weiter Baseball spielen möchte/kann. In der Zeit stand ich auch im Kontakt mit David, der Trainer bei den Hannover Regents war und mir sein Programm vorgestellt hat. Die geringeren Fahrtzeiten zum Training und der Reiz etwas Neues kennenzulernen haben mich letztendlich dazu bewegt nach Hannover zu wechseln. Die letzten zwei Jahre habe ich bei den Regents gespielt.
Was war deine Motivation, wieder in Dohren zum Baseballspielen zurückzukehren?
Ich bin in Dohren groß geworden und so wurden die Leute, die früher meine Trainer waren und mir das Baseballspielen beigebracht haben erst zu meinen Teammates und dann zu richtig guten Freunden. Der Teamzusammenhalt und der Umgang miteinander in Dohren ist meiner Meinung nach einzigartig. Genauso wie das Umfeld vom Team. Ich hatte bei jedem Auftauchen in den letztenzwei Jahren auf dem Baseballplatz das Gefühl willkommen zu sein.
Trotz jungen Alter hast du schon viel Bundesligaerfahrung. Wie siehst du die Chancen in der anstehenden Saison für die Wild Farmers?
Natürlich sehe ich Chancen und Perspektiven für die Wild Farmers die Playoffs zu erreichen, denn der Zusammenhalt des Teams ist großartig. Ein Großteil des Teams hat bereits mehrere Jahre Bundesligaerfahrung. Hinzu kommt, dass mit Verstärkungen und neuem Trainer Schwung in die erfahrene Truppe kommt. Außerdem wurden die Jungs zwei Jahre in der zweiten Liga nicht richtig gefordert und sind heiß auf diese Saison.
Für mich ist es ebenfalls eine neue Situation, weil wir auf fast allen Positionen mehrfach besetzt sind und insbesondere bei den Pitchern eine große Bandbreite haben. Aber wie heißt es bekanntlich: Konkurrenz belebt das Geschäft.
Was sind deine Ziele, ganz persönlich und mit der Mannschaft?
Mein persönliches Ziel als Pitcher ist es jedes Spiel das beste rauszuholen, sodass wir immer eine realistische Chance auf den Sieg haben. Weiterhin möchte ich dazu beitragen, dass sich die Mannschaft positiv weiterentwickelt. Mit der Mannschaft ist es mein größtes Ziel die Playoffs zu erreichen, da ich seit 2011 durchgehend Playdowns (Abstiegsrunde) gespielt habe.
Und außerdem würde ich gerne mal wieder hauen, aber da muss ich nochmal mit dem Trainer reden. (lacht)
Was hältst du von den neuen interleague Spielen für die ersten 4 Teams?
Ich finde es einen interessanten Versuch den Norden und Süden öfter gegeneinander spielen zu lassen. Allerdings ist Baseball in Deutschland durch die zwei Spiele an einem Spieltag und die Distanzen sowieso schon sehr zeitaufwändig. Des Weiteren ist Baseball für die meisten auch in der 1. Bundesliga „nur“ ein Hobby und kaum jemand verdient damit seinen Lebensunterhalt. Folglich denke ich, dass es durch die interleague Spiele noch schwieriger wird Familie, Beruf und Baseball unter einen Hut zu bekommen.
Und wie fühlt es sich an, wieder die alten Vereinsfarben zu tragen?
Gut, ich habe nie an dem Potential und dem Teamgeist der Dohren Wild Farmers gezweifelt und freue mich deshalb umso mehr wieder Teil der Mannschaft sein zu dürfen.

Robert Dröge wechselt nach Dohren

Mit Robert Dröge wechselt noch ein alter Bekannter zurück nach Dohren. Robert Dröge war bereits 2014 für die Dohren Wild Farmers aktiv und war schon damals ein absoluter Stammspieler. Er erreichte mit einem Batting Average von .264, einem OBP von .374, 24 Hits und 16 Runs sehr respektable Offensiv-Statistiken. Seine Geschwindigkeit konnte er mit zehn Stolen Bases unter Beweis stellen.
Wir freuen uns sehr, Robert Dröge wieder bei den Farmers zu begrüßen! „Ich bin sehr froh, dass Robert sich doch entschieden hat, weiterhin Bundesliga zu spielen. Ich kenne Robert nun schon seit einigen Jahren und finde, dass er ein sehr guter Spieler ist. Letztes Jahr war nicht sein bestes, aber die Jahre zu vor hat er immer wieder gezeigt, wie wertvoll er ist. Dröge ist für mich ein ‚Utility-Spieler‘ [kann fast auf jeder Position spielen, Anm. Red.], der bereits einige Jahre Bundesliga spielt, und vor allem bringt er richtig Schnelligkeit ins Teams“, so David Wohlgemuth über den Neuzugang.
Auch Robert haben wir einige Fragen gestellt:
Hallo Robert, lange Zeit war es unklar, für welchen Verein du 2017 auflaufen wirst – Dohren Wild Farmers, Hannover Regents oder Braunschweig SpotUp 89ers. Nun hat es dich (wieder) nach Dohren verschlagen.
1) Wie kam es schlussendlich dazu, und warum weder Hannover noch Braunschweig?
Ja genau, ich war mir eine Zeit lang ziemlich unsicher, wie viel Zeit ich in Baseball investieren will und habe mir deswegen erst einmal ein kleine Auszeit genommen, um zu sehen, ob meine Motivation weiterhin vorhanden ist.
Nach Ende der Saison 2016 in Hannover hatte ich regelmäßig Kontakt zu Johst und David, ob ich nicht wieder in Dohren spielen mag. Zu dem Zeitpunkt wusste ich allerdings noch nicht, ob ich in Dohren, Hannover oder Braunschweig spielen wollte. Die Ligareform [in der zweiten Bundesliga, Anm. Red.] hatte mir dann die Entscheidung schon einiges leichter gemacht. Mit Braunschweig und Hannover in derselben Liga war mir dann schon bewusst, dass ich das nächstes Jahr nicht für Hannover auflaufen werde. So verblieben mir dann nur noch Dohren und Braunschweig: erste Liga gegen eine leider sehr abgespeckte zweite Liga.
Mir gefiel das Bewusstsein nicht, in einer Liga zu spielen, in der es um nichts geht. Denn in der, in welcher Braunschweig spielen wird, wird es keinen Absteiger geben. In Dohren hingegen ist diese Saison vieles möglich, und die Mannschaft ist, nach zwei Jahren Abstinenz aus dem Oberhaus, richtig motiviert.
2) Wo wir schon mal dabei sind: Kannst du uns einen kurzen Abriss deiner Stationen geben? In Braunschweig hast du ja angefangen zu spielen und irgendwann kamen Dohren (2014) und Hannover (2013, 2015, 2016) dazu
Genau, ich habe damals 2003 bei den Braunschweig Cops in der Jugendmannschaft angefangen, 2004 konnte ich dann das erste Mal mit der NBSV-Auswahl an einem Länderpokal teilnehmen, wo ich dann auch mit Jan, Thies und Rene aus Dohren zum ersten Mal spielen konnte.
2005 kam es dann zu einer Fusion der beiden Baseball-Clubs in Braunschweig, und ich wurde Teil der Braunschweig Knochenhauer (jetzt SpotUp 89ers). Durch diese Fusion konnte ich 2006 auch das erste Mal Luft in der Regionalliga schnuppern, in welcher die Braunschweiger auch die Meisterschaft gewannen und in die zweite Bundesliga aufsteigen konnten. Dort habe ich mich dann 2007 zum Stammspieler gemausert und habe die Jahre darauf mich immer mehr zu einem der Leistungsträger entwickelt. Nach 2012 gab es allerdings Probleme mit der Lizenz, und Braunschweig musste in die Verbandsliga zwangsabsteigen. Da ich mich noch weiterentwickeln wollte, entschloss ich mich, zu den Hannover Regents 2013 zu gehen, und dort wurde David zum ersten Mal mein Trainer. Wir kannten uns schon viele Jahre zuvor durch die Auswahlmannschaften des NBSV und gewannen in jenem Jahr die Meisterschaft in der zweiten Bundesliga. Da ich 2013 ein sehr gutes Jahr hatte, wollte ich unbedingt 2014 in der ersten Bundesliga spielen, und ich entschloss mich, mich Dohren anzuschließen. Deren Anforderungen waren für das Jahr sehr hoch, sie wollten unbedingt in die Playoffs, und das hatte mich überzeugt. 2015 bin ich dann aufgrund der Distanz wieder nach Hannover gegangen, wo ich dann bis Ende letzter Saison gespielt habe.
3) Wirst du nach Dohren ziehen oder pendelst du?
Aufgrund meines Studiums werde ich weiterhin in Braunschweig wohnen bleiben und hier überwiegend auch trainieren und an den Wochenenden nach Dohren pendeln müssen. Häufig werde ich sicherlich mit Bifi zusammen fahren können.
4) Was erwartest du von der Saison?
Als Mannschaft denke ich schon, dass wir es durchaus in die Playoffs schaffen können. Wir haben einen sehr breiten und erfahrenen Kader, viele Positionen mehrfach gut besetzt, und das ist auf die Länge der Saison sehr wichtig. Ansonsten freue ich auch sehr, wieder mit meinen alten Teammates zusammenspielen zu können und an einem Strang zu ziehen.
Persönlich werde ich alles geben, um dem Team zu helfen und in jedem Spiel 100% geben und nochmal eine Schippe drauflegen.
5) Woher stammt eigentlich dein Spitzname Bambi?
Bambi kommt noch aus meinen ganz frühen Zeiten aus Braunschweig, als ich als junger Bengel im Herrenbereich ausgeholfen hab. Angeblich sah ich in meinen ersten spielen in der Regionalliga so hilflos aus, dass einer meiner Teamkollegen meinte, dass ich wie ein „Reh vor dem Autoscheinwerferlicht“ schaue. Daher wurde ich dann Bambi getauft, da dieser das bekannteste Reh war. Dieser Name hat sich dann so in Braunschweig und auch außerhalb eingeprägt, dass ich mich schon so dran gewöhnt habe, so dass ich den Namen in jede Mannschaft mitgenommen habe.
6) Auf was freust du dich am meisten in Dohren?
Ich freue mich natürlich tierisch auf die Heimspiele und darauf, viele alte bekannte Gesichter wieder zu sehen. Auch einfach in Dohren zu spielen ist immer schön. Dort wird aus den Mitteln, die man hat, das Maximum rausgeholt. Es steckt so viel Engagement in diesem Verein, ich glaube das ist fast unvergleichbar.