Baseball Hit

Kaiserslautern Bears starten mit Split in die 2. Bundesliga

Die Baseballer der Kaiserslautern Bears sind am Samstag mit einer Siegteilung in ihre erste Zweitliga-Saison gestartet. Der Aufsteiger aus der Westpfalz entschied das erste Spiel bei den Bad Homburg Hornets II dank einer konzentrierten Defensivleistung mit 6:2 für sich und zog am späten Nachmittag mit 2:8 den Kürzeren

Der Saisonauftakt kann aus Sicht der Lauterer durchaus aus gelungen betrachtet werden. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass man in Bad Homburg auf die Reserve eines etablierten Erstligisten traf. Gegen die aus zahlreichen Nachwuchstalenten und einigen Routiniers bestehende Mannschaft, gerieten die Bears im ersten Abschnitt schnell mit 0:2 ins Hintertreffen. Die Lauterer bewiesen jedoch Nehmerqualitäten und ließen sich durch den frühen Rückstand kein bisschen verunsichern. Angeführt von ihrem Spielertrainer Mike Göring, der die gegnerischen Schlagleute von nun an voll im Griff hatte, schwangen sich die Gäste zu einer starken Abwehrleistung auf und ließen bis zum Ende des Spiels keinen einzigen Punkt mehr zu. Mit insgesamt zehn Strikouts zog Göring der Offensivabteilung der Bad Homburger fast im Alleingang den Zahn. Die wenigen ins Feld geschlagenen Bälle wurden zur leichten Beute der gut postierten Feldverteidigung, die sich während des gesamten Spiels nur einen einzigen Fehler erlaubte. Die Platzherren taten sich da deutlich schwerer, sie griffen gleich fünfmal daneben. Der erste Hit in der Zweitligageschichte der Kaiserslauterer ging auf das Konto von Charles Anderson, der auch den ersten Punkt ins Ziel brachte. Damit ist dem US-Amerikaner ein Platz in der Vereinschronik sicher. Die Geschichte ist umso bemerkenswerter, da der Routinier im Mai seinen 53. Geburtstag feiert und damit der mit Abstand älteste Spieler im Unterhaus sein dürfte, dem jemals solch ein Kunststück gelang. Der Ausgleich ging auf das Konto von Steven Burgin, der nach einem Schlag von Neuzugang Etienne LeBoeuf das Ausgansmal erreichte (2:2/3.) Die Vorentscheidung fiel im fünften Abschnitt, als die Bears drei Punkte in Folge ins Ziel brachten. Den Schlusspunkt setzte Joshua Berg, der zwei Patzer der Hornets-Verteidigung eiskalt ausnutzte und den 6:2-Endtand markierte. Im zweiten Spiel waren es wieder die Platzherren, die den besseren Start erwischten und mit 4:0 in Front gingen. Diesmal ließ die passende Antwort der Bears jedoch auf sich warten, sodass sie bis zum Schluss vergeblich einem Rückstand hinterherliefen. Das Werfer-Duell ging an die Hornets, deren glänzend aufgelegter Pitcher beim 8:2 nur drei Treffer zuließ und neun Strikeouts erzielte. Als die Lauterer ihre Zurückhaltung am Schlag allmählich ablegten, war das Spiel bereits gelaufen. Das 1:4 durch Ortiz Wilqueniz, der durch einen Treffer von Mike Burgin ins Ziel kam, war nur ein Strohfeuer. Der zweite Punkt der Lauterer durch Patrick Schmidt taugte lediglich zur Ergebniskosmetik. „Wir sind sehr zufrieden, auch wenn wir sicherlich das ein oder andere gesehen haben, was wir noch verbessern müssen. Mit ein wenig mehr Glück wäre auch im zweiten Spiel etwas drin gewesen. Von den Schlagleuten, die am Beginn der Lineup stehen, muss mehr kommen“, analysierte Göring, dessen Team in zwei Wochen auf den aktuellen Spitzenreiter Heidelberg trifft. (kkm)