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Flamingos trauern um Jennifer Rodriguez und beten für Ron Rodriguez

Geisterfahrer auf der A 2 tötet schwangere Spielerfrau von Ron Rodriguez #27, der mit schweren inneren Verletzungen im künstlichen Koma liegt
Die Berlin Flamingos trauern um die geliebte Jennifer Rodriguez und ihr ungeborenes Kind. Unser aller Gedanken sind bei ihrem Ehemann und Spieler im Flamingos-Erstligateam, Ron Rodriguez, der nach dem Frontalunfall mit dem Geisterfahrer auf der A 2 mit schweren inneren Verletzungen im künstlichen Koma liegt. Unser aufrichtiges Beileid und Unterstützungsangebot richten wir an die Angehörigen, Freunde und Bekannte der jungen Familie.

Die Berlin Flamingos haben sich am vergangenen Samstag mit zwei Kleinbussen und zwei Privat-PKW auf dem Rückweg vom Erstliga-Auswärtsspiel bei den Untouchables Paderborn befunden, als sich die Tragödie gegen 22 Uhr auf der A 2 ereignete. Ron und Jennifer Rodriguez (beide 27 Jahre jung) fuhren mit ihrem Privat-PKW voraus. Ihnen folgte im kurzen Abstand einer der Teambusse. Nach inzwischen bestätigten Berichten hat ein Geisterfahrer den Unfall bei Alleringsleben (zwischen Braunschweig und Magdeburg) verursacht. Ron und Jennifer Rodriguez konnten dem entgegenkommenden Passat nicht mehr ausweichen. Die Spieler und Teamkoordinatorin im nahen Teambus mussten die Unfallbergung aus kurzer Distanz mitverfolgen und erhielten vor Ort unmittelbare Informationen durch die Rettungskräfte. Ein Präventionsteam der Polizei betreute die Gruppe an Ort und Stelle und brachte sie im Laufe der Nacht zurück in die Hauptstadt. Dort wurden sie im Vereinshaus der Flamingos von dem inzwischen komplett eingetroffenen Team 1 und der Vereinsführung in Empfang genommen. Gemeinsam wurde bis zum Tagesanbruch über das Geschehene gesprochen und gemeinsam getrauert.

Markus B. Jaeger, Sprecher der Berlin-Flamingos: „Wir alle sind am Boden zerstört und versuchen uns durch viele Gespräche gegenseitig Kraft zu geben. Der 5. Mai 2018 ist der traurigste Tag in der Vereinsgeschichte. Wir beten für Jennifer, das Kind und die Genesung von Ron. Wir stehen bereit, ihm und den betroffenen Familien eine Stütze beim harten Schicksalsschlag zu sein.“

„Wir sind alle emotional sehr angeschlagen und stehen vor der Frage, wie wir die anstehenden sportlichen Herausforderungen angehen wollen. Gerade die beiden nächsten Spieltage am Vatertag und Muttertag sind eine enorme mentale Extremsituation. Die Spieler stehen unter einer sehr hohen Belastung, haben sich im Team aber dafür ausgesprochen, die Saison regulär weiter zu spielen. Für Jennifer, das ungeborene Kind und den schwer verletzten Ron – denn Baseball war ihre gemeinsame Liebe und das Team ist sich sicher, dass dies im Willen der beiden Baseball-Liebenden wäre. Wir haben es den Spielern jedoch frei gestellt, wann sie wieder mit dem Team zum Ligabetrieb auf dem Platz stehen. Jeder soll sich die Zeit nehmen, die er persönlich braucht. In den kommenden Spielen wird daher ein personell geändertes Flamingos-Team auf dem Platz stehen“, so Jaeger weiter.

Die unter dem Titel „We.Are. #27Rodriguez #oneTEAM“ veröffentlichten Erstinformationen auf der Facebookseite der Berlin Flamingos machen derzeit weltweit die Runde. Tausende von Beileidsbekundungen, Nachrichten und spontane Unterstützungsangebote gehen seit Sonntagmittag im Minutentakt bei den Flamingos ein.

„Wir sind eine große Familie. oneTEAM – das leben wir bei unserem Sport. Und genau mit unserem gemeinsamen Sport wollen wir Ron nach seiner körperlichen Genesung auf dem Weg zurück ins Leben unterstützen und begleiten. Wir alle können nur erahnen, wie groß das Leid des trauernden Ehemannes und Vaters ist. Aber wir sind uns einig, dass wir alles Menschenmögliche für Ron und die beiden Familien unternehmen werden, um Freund und Stütze im Leben zu sein“, so der ebenfalls angeschlagene Flamingos-Sprecher abschließend.