Schmerzhafte Siege in Berlin für Braunschweig Spotup 89ers

Die Spot Up 89ers festigen Tabellenplatz zwei und fahren in Berlin zwei wichtige Siege ein. Das erste Spiel war bereits nach sieben Innings vorzeitig beendet und ging mit 18:2 deutlich an die 89ers. Auch wenn das Ergebnis eine andere Sprache spricht, sah es lange nicht gut aus im zweiten Spiel. Die 89ers liefen bis ins sechste Inning einem Rückstand hinterher. Konnten dann aber in den letzten beiden Innings ernom punkten und holten sich auch das zweite Spiel deutlich mit 20:7. Bitter für die Braunschweiger die erneuten Verletzungssorgen. Max Jaeger und Johann Müller kollidierten im Outfield, bei dem Versuch einen Flyball zu fangen. Beide mussten ins Krankenhaus und fallen mit einer gebrochenen Nase und einem gebrochenen Arm wohl länger aus.

Die 89ers waren von Beginn an im Spiel. Gegen den Pitcher der Wizards Viktor Hocheiden konnte Dominic Stripling (1B) durch einen Passed Ball die 89ers mit 1:0 in Führung bringen. Mehr gelang den Gästen im ersten Inning noch nicht. Leon Mühlen auf Seiten der Braunschweiger zeigte eine sehr gute Leistung auf dem Mound und ließ im gesamten Spiel nur zwei Punkte zu.

Im zweiten Inning gingen die 89ers dann deutlich in Führung. Renè Jecht-Gonzalez machte mit einem Double ins Leftcenterfield den Anfang. Er konnte auf den Lindrive Single von Ingo Bergmann punkten. Stefan Biertümpels Double sorgte für den ersten Schreckmoment an diesem Tag. Bergmann musste mit Muskelproblemen, nachdem er zur dritten Base gelaufen war, ausgewechselt werden. Für ihn übernahm Marvin Freise. Timm Strübing konnte dann mit seinem 2-RBI-Single die 89ers mit 5:0 in Führung bringen.

Den Berlin Wizards gelang durch Eric Groefke der erste Punkt gegen Mühlen. Groefke kam per Double auf Base und konnte auf zwei Wild Pitches einen Punkt erzielen bevor Mühlen das Inning mit zwei Strike-Out für die Berliner Offensive beendete.

Die Entscheidung fiel im dritten Inning. Nach zwei Hits, drei Walks und einem Hit-By-Pitch wechselten die Wizards ihren Pitcher. Groefke übernahm auf dem Mound für die Berliner aber konnte die 10:1 Führung der 89er nicht mehr verhindern. Im Gegenzug gelang den Wizards ein weiterer Run durch Hararld Werner. Nach dem Wechsel stabilisierten sich die Wizards und bis zum siebten Inning konnten die Spot Up 89ers nur einen weiteren Punkt durch Mika Kockmann erzielen. (11:2)

Im siebten Inning wechselten die Wizards erneut ihren Werfer. Somasundaram erwischte keinen guten Tag. Er startete mit zwei Hit-By-Pitches und einem Walk. Musste bei Bases-Loaded gleich drei Punkte hinnehmen, nachdem Christopher Mason einen Ball ins Centerfield schickte und ein Fehler nicht nur Max Jaeger und Strübing nach Hause brachte. Marc Hoffmann konnte ebenfalls punkten und Mason bis zur dritten Base vorrücken. Jecht Gonzalez brachte mit einem weiteren Hit auch Mason über die Platte. (14:2)

Gonzalez konnte auf den Sac-Fly von Kockmann punkten und zwei weitere Walks beendeten auch den Tag auf dem Mound für Somasundaram. Die Wizards wechselten ihren vierten Pitcher ein. Joshua Kölker sollte das Spiel für die Wizards weiterwerfen und konnte nach zwei Hits und einem Punktestand von 18:2 das Inning beenden.

Die 89ers wechselten ebenfalls ihren Werfer und Marvin Freise beendte locker das letzte Inning und die Spot Up 89ers siegten souverän nach sieben Innings mit 18:2.

Im zweiten Spiel mussten die Spot Up 89ers lange zittern. David Stoddard stand jetzt für die Berliner auf dem Mound. Die Schlagmänner der 89ers machten es ihm lange Zeit sehr einfach, da sie nicht auf ihren Pitch warteten und dem Werfer zu wenig Würfe abverlangten.

Den Wizards hingegen gelang es gegen den Pitcher Sebastian Howen gleich im ersten Inning vier Punkte zu erzielen, wobei sich die 89ers Defensive zu Beginn nicht von ihrer besten Seite zeigte. Im zweiten Inning konnten die 89ers zwei Punkte durch Gonzalez und Sebastian Kaluza gut machen. Wurden dann in der Defensive wieder aus der Bahn geworfen. Ein Flyball zwischen Leftfielder und Centerfielder ließen die Sorgenfalten der 89er groß werden. Max Jaeger und Johann Müller liefen beim Versuch den Ball zufangen im Vollsprint zusammen und mussten verletzt ins Krankenhaus gebracht werden.

Nach dem Schock konnten die Wizards den Schlagmann an der dritten Base durch einen Sac-Fly durch Eric Groefke zur 2:5 Führung über die Platte bringen.

Im dritten Inning konnten die 89ers nur einen Punkt erzielen. Die 89ers reagierten früh und Sebastian Kaluza übernahm für Howen auf dem Mound. Kaluza brauchte etwas, um ins Spiel zu finden und auch gegen Kaluza konnten die Wizrads gleich punkten. Nach dem dritten Inning war aber auf Kaluza verlass, der immer besser ins Spiel fand. Nach fünf Innings stand es jedoch immer noch 4:7 für die Berlin Wizards.

Im sechsten Inning gelang es den 89ers gegen den Pitcher der Wizards tief in den Count zu gehen. Zwei Walks und einem Hit-By-Pitch füllte die Bases für die 89ers. Die Wizards reagierten mit einem Pitcherwechsel. Kölker übernahm erneut und gab das Spiel aus der Hand. Drei Walks und ein Hit von Kaluza brachte die Spot Up 89ers mit 8:7 in Führung und beendeten auch den Tag von Kölker. Stevens übernahm für ihn. Die Wizards brachen nach den beiden Pitcherwechseln völlig ein. Immernoch waren die Bases geladen. Marc Hoffman beendete dann die Hoffnung der Berliner nochmal ins Spiel zukommen. Mit seinem Bases clearing Double baute er die Führung der 89ers auf 13:7 aus.

Im letzten Inning wurde es dann über deutlich. Das hatten die 89ers nicht kommen sehen. Bei zwei Aus konnten die Braunschweiger noch sieben Punkte erzielen. Mit Läufern auf der ersten und zweiten Base brachte Han Teak Lim den ersten Punkt mit seinem Hit nach Hause. Stripling, Strübing und erneut Hoffmann mit einem Double bauten die Führung auf 17:7 aus. Sebastian Howen konnte dann mit einem weiten Schlag ins Leftfield den Schlusspunkt setzten. Sein Inside-the-Park Homerun sorgte für das 20:7 und die Spot Up 89ers freuen sich nach fünf spannenden Innings über den Doppelerfolg und hoffen auf eine schnelle Genesung von Jaeger und Müller.