Brüderlich geteilte Siege

Augsburg (rma) Das Rückspiel der Baseballer vom TV 1861 Ingolstadt beim Tabellenletzten der 2. Bundesliga Augsburg stand im Zeichen eines Bruderduells. Auf Seiten der Hausherren läuft nach seinem Umzug in die Fuggerstadt vor ein paar Jahren der älteste der drei Rucker-Brüder, Andreas, auf. Und da sich bei den Ingolstädtern zu den verletzten Spielern mit Holger Koch auch noch ein weiterer, erkrankter Stammspieler kurzfristig abmeldete, lief für die Schanzer neben dem Jüngsten (Alex) auch noch der dritte im Bunde auf (Matthias). Am Ende eines langen Spieltages teilten sich die beiden Teams die Spiele „brüderlich“. Spiel eins entschied Andreas Rucker nach langer Führung der Ingolstädter durch einen weiten Schlag zum 15:14 doch noch für Augsburg. Die zweite Partie war mit 13:0 eine klare Sache für den Tabellendritten von der Donau. „Das erste Spiel zu verlieren, war sehr ärgerlich. Aber im zweiten Spiel haben wir dann gezeigt, wo der Hammer hängt“, fasste Max Mürling zusammen.

In der ersten Begegnung merkte man dem Ingolstädter Werfer José Hernandez an, dass ihn der Sturz vom Fahrrad ein paar Tage vor dem Spieltag beeinträchtigte. Nach fünf Durchgängen musste er mit einer 8:3-Führung vom Werferhügel. Das Fehlen von Holger Koch machte sich hier am deutlichsten erkennbar, da in der Folge die Augsburger den Rückstand auf 14:11 verkürzten. Spielertrainer Dawson Yates schickte mit Julian Dambacher den Youngster auf den Werferhügel, doch dem 18-Jährigen fehlte ein letzte Aus zum Sieg. Denn eben jener Andreas Rucker verwandelte seinen letzten Wurf zu einem weiten Schlag an den linken Aussenfeldzaun, der nicht nur den Ausgleich, sondern auch den Siegpunkt bedeutete. Für die Augsburger ein wichtiger Sieg im Abstiegskampf.

Yates wollte diese Niederlage nicht auf sich sitzen lassen, schnappte sich den Ball und übernahm im zweiten Match als Pitcher die Verantwortung. Gewöhnlicherweise ist dafür US-Boy Jake Carson verantwortlich, doch der Kanadier wollte ihm eine Ruhepause gönnen. Yates machte kurzen Prozess mit den Schwaben, die keinerlei Land gegen den Rechtshänder sahen. Offensiv marschierten die Schanzer schurstracks davon. Höhepunkt war der Homerun von Keith Pastore zum 13:0-Endstand.

Die Schanzer bleiben auf dem dritten Tabellenplatz. Mit einem Sieg in zwei Wochen beim letzten Spieltag in München wäre dieser den Ingolstädtern nicht mehr zu nehmen.